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Lesung mit Zeit-Redakteur Stephan Lebert: Ernüchterndes Zeitzeugnis

SCHWERTE Ganz persönliche Sichtweisen sammelte Zeit-Redakteur Stephan Lebert in Gesprächen mit Zeitzeugen der Nazi-Diktatur. Seine Lesung am Samstagabend in der Katholischen Akademie rüttelte auf, ernüchterte und fesselte.

von von Sarah Zaczek

, 18.08.2008
Lesung mit Zeit-Redakteur Stephan Lebert: Ernüchterndes Zeitzeugnis

Stephan Lebert suchte das Gespräch mit dem Publikum.

Überall war es still. Man konnte den Atem seines Nachbarn hören. Alle waren gekommen, nur um zuzuhören. Denn die Vergangenheit lässt nicht los. Wir tragen die schwere Last des zweiten Weltkriegs auf unseren Schultern. Deshalb will man erfahren, was man sich von damals erzählt. So auch Stephan Lebert. Am Samstagabend, 16. August, las der Zeit-Redakteur in der katholischen Akademie vor, was er von direkten Zeugen der Nazi-Zeit erfahren hat. Genauso wie sein Vater stellte er Fragen an prominente Zeugen.Interview mit dem Sohn von Rudolf Heß Lebert junior interviewte u.a. den Sohn des „Stellvertreters des Führers“ Rudolf Heß und Niklas Frank, den Sohn des Generalgouverneurs von Polen Hans Frank. In seinem Buch „Denn du trägst meinen Namen – Das schwere Erbe der prominenten Nazi-Kinder“ porträtiert er, was die Vergangenheit angerichtet hat. Es ist nicht nur ein „Mehrgenerationenbuch“ von Vater und Sohn Lebert, sondern auch ein ernüchterndes Zeitzeugnis berühmter Familien. Sichtlich berührt und angeregt wurde aus der Lesung eine emotionale Gesprächsrunde, die nicht alle Fragen beantworten konnte. Aber zeigte, dass noch vieles ungeklärt ist. Und die Vergangenheit noch lange keine verstaubte Geschichte ist.

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