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Lothar Baltrusch vereint viele Leidenschaften

SCHWERTE Wer bei Lothar Baltrusch an der Haustür klingelt, der wird vom Verdis Triumphmarsch begrüßt. Und dann steht er in der Tür, der Radiomoderator von Antenne Unna, derzeit in Schwerte lebensgroß auf Werbetafeln präsent.

von Von Felix Guth

, 14.08.2008
Lothar Baltrusch vereint viele Leidenschaften

Der "King" begleitet ihn seit fast 40 Jahren.

Die Menschen im Kreis Unna kennen seine angenehm raue Stimme aus dem Radio und von zahlreichen Veranstaltungen. Doch hinter dem Plauderer-Image verbirgt der 46-Jährige viele verschiedene Leidenschaften. Motorradfahren, Malen, eine Autogrammsammlung von Weltruf, die mit 3500 Exemplaren große Politiker, Schauspieler und Musiker vereint. Dazu Ehefrau Kerstin und Sohn Timo (13), vier Schlangen, Hund „Lady“.

„Manchmal werde ich selbst nachdenklich, ob das nicht alles zu viel ist“, sagt Baltrusch. Sein Motto: Jedes Hobby richtig, aber nicht jeden Tag. „Mal liegt das eine in der Ecke, mal das andere.“ Die Familie hat letztlich immer Vorrang. Im Moment ist wieder das Thema aktuell, bei dem Baltruschs Herz am stärksten in Wallung gerät: Elvis Presley. Der „King“ begleitet ihn seit fast 40 Jahren. Genauer: Seit dem Frühjahr 1973, als sein Vater mit einer kleinen Antenne das „Aloha from Hawaii“-Konzert zu empfangen versuchte.

Daran, wie intensiv er in seinen Elvis-Erinnerungen kramt - ihm immer noch ein Detail seiner ersten Reise nach Graceland 2007 („Ein Kindheitstraum“) einfällt - wird deutlich: Hier sitzt jemand, der mehr als „nur“ Fan ist. Sogar eine Rolle in einem Dokumentarfilm, der 2009 fertig sein soll, brachte ihm seine Leidenschaft schon ein. Und irgendwie leitete der „King“ ihn auch auf den Weg zum Journalismus. „An seinem Todestag. dem 16. August 1977, habe ich die Nachrichten aufgenommen und selbst anmoderiert.“

Bis seine Stimme erstmals über den Äther ging, vergingen aber noch fast 15 Jahre. Er arbeitete als Industriemeister, als Antenne Unna auf Sendung ging und er seiner markanten Stimme wegen auf den Moderatoren-Stuhl rutschte. Baltrusch hat keine Probleme, über sich selbst zu sprechen, wirkt aber nicht im entferntesten angeberisch. Er lässt sich von der Leidenschaft treiben, den „großen Plan“ gibt es nicht. „Wenn ich morgen etwas erfinden sollte, von dem ich denke, das ist es, dann ist das ab übermorgen mein Beruf.“

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