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Monteure tanzten auf Schwerter Überlandleitung

Fotostrecke und Karte

Staunend legen Spaziergänger auf der Schwerterheide den Kopf in den Nacken. Mehr als 60 Meter über ihnen bewegen sich Monteure mit traumwandlerischer Sicherheit in der Überlandtrasse des Netzbetreibers Amprion. Natürlich bestens abgesichert und im spannungslosen Bereich, hängen sie stärkere Kabel an die stählernen Masten. Wir zeigen sie in einer Fotostrecke.

SCHWERTERHEIDE

, 28.10.2016
Monteure tanzten auf Schwerter Überlandleitung

In 60 bis 65 Metern Höhe montieren die Arbeiten die neuen Seile an den Stromleitungen.

Der Übertragungsnetzbetreiber Amprion rüstet die Strecke von bislang 220.000 Volt auf eine Höchstspannung von 380.000 Volt auf, wie es im Zuge der Energiewende für den Stromtransport vom Norden in den Süden der Bundesrepublik erforderlich ist. „Wir stellen die Stromautobahn zur Verfügung“, sagt Unternehmenssprecher Claas Hammes. Und die könne dann von allen Produzenten ohne Unterschied genutzt werden.

Schutzgerüste über den Alten Dortmunder Weg und über die nahe Nordumgehung K20 hatten angekündigt, dass die Wanderbaustelle von Amprion in dieser Woche die Schwerterheide erreichen sollte. Die zusätzlich mit Fangnetzen abgesicherten Verbaue verhindern, dass Seile bis auf die Fahrbahn durchhängen könnten.

Montierung der Seilwinden ist die schwierigste Arbeit

Rund 300 Meter lang, reichen die Leitungsstücke jeweils von einem Masten zum nächsten, wo sie an Isolatoren befestigt werden. Sitzen diese waagerecht, so handelt es sich nur um einen einfachen Tragmasten, wie Hammes erläutert. Senkrechte Isolatoren kennzeichnen dagegen die kräftigeren sogenannten Abspannmasten. Die stehen an Eckpunkten, wo die Stromtrasse ihre Richtung wechselt.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Monteure tanzen auf Schwerter Überlandleitungen

Staunend legen Spaziergänger auf der Heide den Kopf in den Nacken. Mehr als 60 Meter über ihnen bewegen sich Monteure mit traumwandlerischer Sicherheit in der Überlandtrasse des Netzbetreibers Amprion. Natürlich bestens abgesichert und im spannungslosen Bereich, hängen sie stärkere Kabel an die stählernen Masten.
28.10.2016
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Traumhaft sicher bewegen sich die Arbeiter auf dem Strommasten Nr. 35 am Alten Dortmunder Weg in 60 bis 65 Metern Höhe.© Foto: Reinhard Schmitz
Wie kleine Schwebebahnen werden die Arbeitsgondeln, die auf dem Feld am Alten Dortmunder Weg bereitstehen, in die Stromleitungen eingehangen.© Foto: Reinhard Schmitz
Wegweiser zeigen überall im Stadtgebiet den Arbeitern den Weg zu den Strommasten der Amprion-Fernleitung.© Foto: Reinhard Schmitz
In 60 bis 65 Metern Höhe montieren die Arbeiten die neuen Seile an den Stromleitungen.© Foto: Reinhard Schmitz
Wie kleine Schwebebahnen werden die Arbeitsgondeln, die auf dem Feld am Alten Dortmunder Weg bereitstehen, in die Stromleitungen eingehangen.© Foto: Reinhard Schmitz
Kaum zu erkennen sind die Monteure hoch oben im Strommasten am Alten Dortmunder Weg.© Foto: Reinhard Schmitz
In schwindelnder Höhe werden die neuen Stromleitungen am Alten Dortmunder Weg montiert.© Foto: Reinhard Schmitz
Auch der Mast Nr. 35 der Amprion-Fernleitung am Alten Dortmunder Weg erhält stärkere Seile, wie die oberirdischen Leitungen genannt werden.© Foto: Reinhard Schmitz
Ein Schutzgerüst mit Fangnetz ist unter der Fernstromleitung am Alten Dortmunder Weg aufgebaut, damit keine Seile auf die Fahrbahn fallen können.© Foto: Reinhard Schmitz
Schlagworte Schwerte

„Die schwerste Arbeit ist es, mit Seilwinden die alten Leiterseile abzumontieren und die neuen anzumontieren“, berichtet Hammes. Pro laufendem Meter bringen die ein Gewicht von mehreren Kilogramm auf die Waage, obwohl sie im Wesentlichen aus Aluminium bestehen. Nur innen ist für die Stabilität ein Stahlkern eingezogen: „Er trägt die Kräfte.“

Auf der Karte sehen Sie, wo die Hochspannungsleitung in Schwerte verläuft.

Monteure fahren die Strecke mit Gondeln ab

Vom Bürgersteig aus nicht zu erkennen ist, dass die Seile im Grunde genommen aus einem Viererbündel von Leiterseilen bestehen. Das ist der Grund, warum Monteure kleine Arbeitsgondeln an die Seile gehängt haben, mit denen sie ähnlich wie in einer Schwebebahn die Strecke abfahren. „Die Kollegen in den Gondeln bauen Abstandshalter ein“, erklärt Hammes. Diese Bauteile sorgen in regelmäßigen Abständen dafür, dass sich die vier Seile des Bündels nicht gegenseitig berühren.

Als sie am Donnerstagnachmittag die Eisenklammern am Mast hinunterkletterten, hatten die Monteure ihre Aufgabe am Alten Dortmunder Weg erledigt. In der nächsten Woche ziehen sie weiter. Wer genau hinschaut, entdeckt die Hinweisschilder am Straßenrand, die zu dem Masten auf der Wiese neben der K20 führen.

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