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Nach Schuss: Rohrmeisterei-Chef will Jagen verbieten lassen

Im Landschaftspark

Nachdem ein Jäger vor anderthalb Wochen an der Rohrmeisterei auf ein Kaninchen geschossen hat, ist eine Diskussion um die Sicherheit auf dem dortigen Spielplatz entbrannt. Rohrmeisterei-Chef Tobias Bäcker ist sauer und will das Jagen im Park verbieten lassen.

SCHWERTE

von Von Anne Petersohn

, 22.05.2012
Nach Schuss: Rohrmeisterei-Chef will Jagen verbieten lassen

Das Areal um die Rohrmeisterei ist ein Jagdrevier - doch im Landschaftspark gibt es auch einen Spielplatz. Daher will Tobias Bäcker das Jagen dort verbieten lassen.

Nach dem Schuss im Landschaftspark der Rohrmeisterei liegt Tobias Bäcker im Streit mit der Unteren Jagdbehörde des Kreises Unna. Aus Sicht des Stiftungsvorstands darf die Fläche nicht länger als Revier ausgewiesen werden. Viele besorgte Eltern seien auf ihn zugekommen, so Bäcker. „Es geht um die Sicherheit von Kindern und Erwachsenen auf dem Spielplatz.

In einer E-Mail an die Behörde hat sich der Rohrmeisterei-Chef nach den Möglichkeiten einer rechtlichen Änderung erkundigt. „Ich wollte wissen, was man als Bürger tun kann.“ Die Untere Jagdbehörde habe sein Anliegen jedoch schroff abgewiesen und ihm nicht einmal eine alternative Anlaufstelle nennen können. „Das sind mittelalterliche Zustände – ich bin fassungslos.“ Er sei auf eine Mauer des Schweigens gestoßen – ein Zustand, den Bäcker nicht hinnehmen will. Kreis-Pressesprecherin Constanze Rauert weist die Kritik zurück. „Wir haben einen Ortstermin vorgeschlagen.“ Am 29. Mai werde sich ein Mitarbeiter der Behörde mit dem Jagdpächter und dem Kreis-Jagdberater ein Bild von der Situation machen. Denn unter bestimmten Voraussetzungen gebe es durchaus die Möglichkeit, eine Fläche zum befriedeten Bezirk zu erklären.

Dass der Park hinter der Rohrmeisterei diese Kriterien erfüllt, steht für Tobias Bäcker jedoch bereits fest. Als öffentliche Anlage müsse das Gelände ohne Zweifel als befriedeter Bezirk deklariert werden – so, wie es das Landesjagdgesetz vorsehe. Am geplanten Treffen will Bäcker deshalb nicht teilnehmen. „Ich möchte kein Gespräch mit Jägern – ich möchte ein rechtliches Verfahren.“

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