Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Naturschützer verzeichnen mehr seltene Pflanzen und weniger Vögel

SCHWERTE Ein Blick auf die Flora und Fauna in Schwerte lohnt sich. Hier gibt es viele veschiedene Arten zu finden.

03.08.2008
Naturschützer verzeichnen mehr seltene Pflanzen und weniger Vögel

Auch Fledermäuse wurden in Schwerte schon gesichtet.

Die Breitblättrige Sumpfwurz ist die häufigste wildwachsende Orchideenart in Schwerte. „Das ist eine sehr unscheinbare Pflanze, aber mehr Leute können sie mittlerweile erkennen und passen auf, dass sie beim Harken stehen bleibt“, erzählt Dieter Ackermann von der Arbeitsgemeinschaft Ornithologie und Naturschutz (AGON). Für Naturschützer bietet die Breitblättrige Sumpfwurz keinen Grund zur Sorge, weil sie sich ausbreitet und immer neue Stellen besiedelt. Ganz anders sieht es mit dem Breitblättrigen Knabenkraut aus. Der schönste Bestand dieser attraktiven Orchidee mit rund 1200 Pflanzen steht im Naturschutzgebiet Ebberg. Er ist der Lohn der jährlichen Pflegearbeiten der AGON. Doch das Vorkommen des Breitblättrigen Knabenkrautes auf dem Ebberg geht wegen Mäharbeiten zurück.

Auch um Schwertes Vogelwelt machen die Naturschützer sich Sorgen. Die Brutpaare der Greifvogelart Rotmilan gingen in Schwerte auf ein Paar zurück. „Ich hoffe, dass uns der Rotmilan nicht ganz verloren geht“, sagt Dieter Ackermann traurig. Mit den Wasseramseln steht es nicht besser. Ackermann berichtet: „Mittlerweile gibt es in Schwerte nur drei Brutpaare, wir hatten mal über 20.“ Die Zugvögel hingegen bereiten der AGON Freude. Wenn im Herbst die Kraniche über Schwerte hinwegziehen, melden viele Bürger der AGON, wann, wo und wie viele Kraniche sie beobachtet haben. Aus den Meldungen, erstellt die AGON Tabellen, mit denen man die Züge nachverfolgen kann. Dieter Ackermann: „Es ist schon etwas besonderes, dass so viele Schwerter Bürger an den Kranichzügen teilnehmen.“

Doch „Hausfledermaus-Quartiere werden von Schwertern leider gar nicht beobachtet“, sagt Reinhard Wohlgemuth vom Naturschutzbund Kreisverband Unna. Vor ungefähr zwei Jahren wurde mal ein Fledermausjunges in Schwerte gefunden, dies bedeutet es muss hier Fledermäuse geben. Weil der Naturschutzbund die Fledermäuse schützen möchte, ruft er Schwerter Bürger dazu auf, Fledermaus-Quartiere zu melden.

Lesen Sie jetzt