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Neue Ladestationen für elektrische Autos geplant

Ausweitung des Angebots

Elektromobilität ist in aller Munde und für viele der Trend der Zukunft. Auch Schwerte steigt in diese Entwicklung ein und will neue öffentliche Ladestationen für Elektroautos aufstellen. Sechs passende Standorte hat die Stadt bereits gefunden - wir zeigen sie auf einer Karte.

SCHWERTE

, 29.03.2017

Wer derzeit mit einem Elektroauto in Schwerte unterwegs ist, kann lediglich am Rathaus, Rathausstraße 31, den Wagen an einer öffentlichen Ladesäule mit Strom „auftanken“. Doch nun planen die Stadtwerke sowie die Stadt Schwerte eine Ausweitung des Angebots. Acht weitere Ladesäulen sollen folgen – und das, zumindest zum Teil, vielleicht finanziert durch Fördermittel des Bundesministeriums für Verkehr und digitaler Infrastruktur.

Im September 2011 nahmen die Stadt und die Stadtwerke die erste Stromladesäule am Rathaus in Betrieb. Die Nutzung ist bis heute mit der sogenannten „Elektrocard“ kostenlos. „In sechs Jahren wurden etwa 2500 Kilowattstunden beansprucht, das ist weniger als ein Ein-Person-Haushalt in einem Jahr durchschnittlich verbraucht“, sagt Holger Gies, Assistent der Geschäftsführung der Stadtwerke.

Nur wenige Elektroautos

Laut Gies gibt es derzeit weniger als 20 zugelassene Elektroautos in Schwerte, daher überrascht ihn die niedrige Zahl der verbrauchten Kilowattstunden nicht. Es komme hinzu, dass „90 Prozent der E-Auto-Fahrer zu Hause ‚tanken‘ und nur zehn Prozent im öffentlichen Raum“.

Das Bundesverkehrsministerium möchte mit einem Förderprogramm die Ausweitung der Ladestationen-Infrastruktur antreiben. 300 Millionen Euro sollen in 15.000 Ladestationen investiert werden. Ab dem 1. März konnten nun Kommunen oder Privatunternehmen Anträge stellen.

Im Vorfeld des Antrages der Stadtwerke wurden Standorte gesucht, die „öffentlich und gut zugänglich“ sind, erklärt Holger Gies. Sechs Plätze wurden gefunden. 

Auf der Karte zeigen die orangen Punkte an, wo neue Ladestationen entstehen sollen und die grünen, wo es schon welche gibt. Wenn Sie auf einen der Punkte klicken, erhalten sie mehr Informationen zu dem einzelnen Standort.

Die Stadtwerke planen, das Aufladen der Autos zu einem festen Tarif anzubieten. Die Ladesäulen des Typs „Simple Socket Start P4“ der Firma Ubitricity lassen sich aufgrund ihrer schlanken Bauform gut im öffentlichen Verkehrsraum integrieren. Der Stromzähler ist dabei im Kabel integriert. Zudem soll ab Mitte des Jahres das Laden vereinfacht werden. Per Smartphone kann der Zeitraum, in dem das Auto aufgeladen wird, vorab gebucht werden. Somit können die Ladesäulen von allen Bürgern mit Elektroautos und Smartphone (per QR-Code) benutzt werden und nicht nur von den Besitzern der „Elektrocard“.

Technologiezentrum will Appetit auf Elektromobilität machen

An der Lohbachstraße 12 wurde auch eine solche Ladesäule aufgestellt. Das Technologiezentrum hat nämlich neuerdings einen Elektro-Golf als Dienstwagen. Geschäftsführer Christoph Gutzeit und Prokurist Jens Ewald kündigten am Mittwoch an, dass dieses Fahrzeug künftig gegen eine Tagesgebühr an die Mieter des Technologiezentrums verliehen wird. „Und zwar zu einem Preis, der niedriger ist als die üblichen Mietwagenkosten bei den bekannten Verleihern.“ So will man Schwertern Appetit machen auf Elektromobilität.

Da sind auch die Stadtwerke mit im Boot. Geschäftsführer Michael Grüll und Assistent Holger Gies berichteten am Mittwoch, dass die Stadtwerke ihren Kunden demnächst „Rundum-Sorglos-Pakete“ in Sachen Elektromobilität anbieten, inklusive Autotyp und Ausstattung nach Wahl.

Beim Strom, so Gies, habe man allerdings keine Wahl: „Die Stadtwerke haben sich in der Klimaschutzrunde verpflichtet, dass durch die Ladesäulen zu 100 Prozent grüner Strom fließt.“

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