Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Nicht mal Mindestlohn

SCHWERTE Es war einer der Jobmotoren in diesem Jahr, das neue Verteilzentrum der Post in den alten Karstadt-Hallen. Bei einigen Beschäftigten scheint die anfängliche Freude, wieder in Lohn und Brot zu sein, verflogen.

von Von Holger Bergmann

, 11.12.2007

Rund 100 neue Arbeitsplätze schuf die Post an der Schützenstraße, um für einen großen Teil von NRW die Zeitschrift „Einkauf aktuell“ zu konfektionieren – zu produzieren, zu verpacken und zu verschicken. Doch in diesen Tagen scheint die Harmonie der Belegschaft gestört zu sein. Denn mittlerweile haben sich die Beschäftigen näher kennen gelernt und erfahren, dass sie für vergleichbare Arbeiten unterschiedliche Löhne erhalten.Lohngefälle erhitzt die Gemüter Nicht nur untereinander, sondern auch im Vergleich mit dem seit drei Jahren bestehenden Verteilzentrum in Einbeck, das für die Verteilung von Einkauf aktuell in der anderen Hälfte von NRW zuständig ist. Gerade in Zeiten der Mindestlohn-Diskussion sorgt dieses Thema für erhitzte Gemüter. Die Ruhr Nachrichten fragten bei der Post an, wie es dazu kommt, dass es ausgerechnet in der ersten Branche, für die ein Mindestlohn vereinbart wurde, so eine Lohngefälle möglich ist. Drei Unternehmergruppen bezahlen die Beschäftigten „In dem Verteilzentrum in Schwerte sind drei Unternehmer-Gruppen beschäftigt“, antwortete Rainer Ernzer, Post-Sprecher für den Raum Dortmund. Dort seien ehemalige Post-Bedienstete, die nach Post-Tarifverträgen bezahlt werden, dann gebe es Angestellte des posteigenen Dienstleisters Williams Lee und Mitarbeiter eines Zeitarbeitsunternehmen.Ernzer: Keinen Einfluss auf Bezahlung „Das Zeitarbeitsunternehmen liefert uns eine Dienstleistung, auf die Bezahlung der Mitarbeiter haben wir keinen Einfluss“, weist Rainer Ernzer die Verantwortung für die unterschiedlichen Gehälter in dem Schwerter Verteilzentrum zurück. Trotzdem sieht er einen möglich Grund dafür in dem Alter der beiden Betriebe. „Das Verteilzentrum in Einbeck besteht seit drei Jahren und auch die Mitarbeiter dort sind länger dabei. Das Schwerter Verteilzentrum ist ein Betrieb, der noch im Aufbau begriffen ist. In solchen Situationen werden selten die gleichen Löhne gezahlt.“

Lesen Sie jetzt