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Noch kein Nachmieter für Edeka Humpert

WESTHOFEN Die Großen fressen die Kleinen. Was im Tierreich gilt, ist in der Wirtschaft nicht großartig anders. Mit dem Unterschied, dass hier die Hoffnung auf Wiederauferstehung zuletzt stirbt. Deswegen verabschiedet sich Martin Humpert mit seinem Edeka-Markt auch mit einem lachenden und einem weinenden Auge aus der Reichshofstraße.

von Von Christoph Witte

, 28.12.2007
Noch kein Nachmieter für Edeka Humpert

Am 22. Dezember öffnete der Edeka-Laden in Westhofen zum letzten Mal. Jetzt wird er komplett ausgeräumt.

Der 22. Dezember war letzter Verkaufstag. Gestern wurde das Inventar abgebaut. Vor fünf Jahren eröffnete Lidl nebenan. „Anfangs hatten wir uns mit der Konkurrenz arrangiert, doch 2007 wurden die Kundenverluste zu stark“, resümiert der Filialleiter. „Es ist schon traurig. Eigentlich wollte ich hier in Rente gehen.“ Dafür zog er sogar extra nur wenige hundert Meter weiter in die Reichshofstraße. Ein herber Verlust für Westhofen Für Westhofen ist die Schließung des Edeka-Marktes ein herber Verlust. Statt mit 13 500 Artikeln im Edeka müssen die 6100 Einwohner des Stadtteils nun mit einem deutlich geringeren Warensortiment vorlieb nehmen. Dennoch blickt Martin Humpert optimistisch in die Zukunft. Schon im Januar übernimmt er zwei Edeka-Märkte in Dortmund-Scharnhorst. „Die laufen auf jeden Fall gut“, sagt er. Die Hälfte seiner zuletzt 14 Mitarbeiter kommen mit. „Die andere Hälfte steht Gewehr bei Fuß, wenn Bedarf ist.“Nachmieter wird eifrig gesucht  Was indes aus den leer stehenden 854 Quadratmetern Verkaufsfläche wird, steht noch in den Sternen. Der Immobilien-Eigentümer, die Firma Gebrüder Stricker aus Dortmund, suchen eifrig einen Nachmieter. Über die Proventis Immobilien GmbH läuft im Internet die Suche: 4950 Euro netto soll die monatliche Grundmiete für 1211 Quadratmeter Nutz- und Lagerfläche inklusive Außenbereich und 41 Parkplätze betragen. Edeka-Markt nicht der erste Leerstand Die jüngste Wasserstandsmeldung gibt wenig Anlass zur Hoffnung. „Bislang stehen die Leute nicht Schlange“, so Martin Humpert. „Westhofen ist nun mal ein Dorf.“ Der Edeka-Markt ist nicht der erste Leerstand in der Gegend. Auch für den seit April geschlossenen Getränkefachhändler Weidenweg ist noch kein Nachfolger gefunden worden.

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