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Nur Miniprogramm für Kulturhauptstadt 2010

SCHWERTE So hochtrabend der Titel "Kulturhauptstadt" auch klingen mag, der Schwerter Beitrag wird aufgrund mangelnder Finanzen eher klein ausfallen.

von Von Heiko Mühlbauer

, 28.08.2008
Nur Miniprogramm für Kulturhauptstadt 2010

Für einen Zuschuss von 85.000 Euro fehlt der Stadt das Geld.

Fürs Feiern ist kein Geld mehr da. Die Stellungnahmen aus der Verwaltung waren mehr als deutlich. Schwertes Beitrag zur Kulturhauptstadt 2010 bleibt eher gering.

Denn für einen Zuschuss von 85 000 Euro zusätzlich ist kein Geld da. Kämmerer Peter Schubert brachte es im Finanzausschuss auf den Punkt: "Es ist kein Geld da, und wenn ich kein Geld habe, kann ich keine großen Veranstaltungen machen.“ Und auch der erste Beigeordnete Hans-Georg Winkler weiß nicht, woher das Geld für die ohnehin schon auf ein Minimum eingedampften Projekte kommen soll: „Ich kann keinen Deckungsvorschlag machen“, erklärte er. Und auch wenn der Finanzausschuss das Thema Kulturhauptstadt ohne Beschlussempfehlung an den Rat verwies, ließen die Politiker wenig Zweifel an ihrer Überzeugung: In Sachen Kulturhauptstadt 2010 kommt für Schwerte nur ein Miniprogramm während der Lokal-Heroes-Woche in Frage. Das wird überwiegend aus dem Welttheater der Straße bestehen.

Hinzu kommt die Eröffnung der Rosemarie Trockel-Skulptur an der Rohrmeisterei (ein übergreifendes Projekt vieler Träger) und die von der Stadtsparkasse finanzierte Gala zu den 50. Kleinkunstwochen. Ideen wie eine Eröffnungsfeier oder das von Jörg Rost entworfene Konzept Hinterhöfe müssten mangels finanzieller Mittel entfallen. Ganz zu schweigen von einem gemeinsamen historischen Spiel mit den Partnerstädten. Das hätte die Essener Zentrale des Kulturspektakels wahrscheinlich gefördert. Einen Eigenanteil von 25 000 Euro müsste aber die Stadt selber berappen. „Wir hatten schon die 60 000 Euro nicht, geschweige denn 85 000“, stellte denn auch CDU-Finanzexperte Ulrich Stirnberg fest.

„De facto verpassen wir die Chance, die die Kulturhauptstadt uns bietet“, befand SPD-Fraktionschef Hubert Freistühler. Der anregte, das Thema noch einmal im Rat zu besprechen.

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