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Opfer von rottenneighbor.com wehrt sich gegen Verleumdungen

SCHWERTE Dass viele Kommentare auf der Internet-Seite rottenneighbor.com nicht nur beleidigend, sondern auch unwahr sind, musste der Schwerter Mirko Lange am eigenen Leib erfahren. Nun prüft er, wie er sich dagegen wehren kann.

von Von Heiko Mühlbauer

, 25.08.2008
Opfer von rottenneighbor.com wehrt sich gegen Verleumdungen

Auf der Internet-Seite können Nutzer ihre Nachbarn bewerten. Grüne Häuschen stehen für positive Meinungen, rote für negative.

„Da wird man anonym verleumdet und kann nichts dagegen tun.“ Mirko Lange ist sauer: Er ist eines der Opfer der Internet-Seite rottenneighbor.com. Erst der Bericht in den Ruhr Nachrichten hatte ihn auf die Seite aufmerksam gemacht.

„In dem Bericht stand etwas von einem Versicherungsvertreter, der dort angegangen wird,“ erzählt er. Das habe ihn interessiert, weil er als Angestellter einer Versicherung sich auch über die Vertreter seines Gewerbes informiere. Doch es ging nicht wie erwartet um einen Versicherungsvertreter, sondern um ihn selbst. Was er auf der Seite sah, trieb ihm die Zornesröte ins Gesicht. Übelste Verleumdungen, gemeine Lügen und schwere Beleidigungen hatte dort jemand über ihn und seine Frau aufgelistet. Wer der Übeltäter war, darüber konnte Mirko Lange bislang nichts in Erfahrung bringen. Denn die Betreiber der Seite meldeten sich auf seine E-Mails nicht. Die Beleidigungen blieben auf der Internetseite. „Das interessiert die in Amerika überhaupt nicht“, musste er feststellen.

Und auch bei der hiesigen Polizei machte man ihm nicht viel Hoffnung. Er könne zwar Anzeige gegen Unbekannt stellen. Ob der amerikanische Provider der Homepage sich vom Anschreiben eines deutschen Staatsanwaltes aber abschrecken ließe, sei mehr als zweifelhaft. Langes einzige Chance gegen die dreisten Lügen und Schmähungen vorzugehen, sieht er jetzt im Ausloben einer Belohnung von 250 Euro. „Wer Derartiges ins Internet setzt, wird das doch auch in seinem Umfeld irgendwie herumerzählt haben“, schätzt er. Für ernsthafte, sachdienliche Hinweise, die zum rechtssicheren Nachweis der Urheberschaft des anonymen Verleumders führen, wird eine einmalige Belohnung von 250 Euro ausgesetzt. Hinweise werden schriftlich an das Postfach 1147 in 58206 Schwerte erbeten.

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