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Pfadfinderheim öffnete seine Türen

SCHWERTE Kluft tragen, Zelte aufbauen, Lagerfeuer machen - Pfadfinder sein heißt mehr als das: Beim Tag der offenen Tür des Pfadfinderheimes Schwerte am Samstag, 23. August, erhielten die Besucher spannende Einblicke in die Vereinswelt.

von Von Sarah Zaczek

, 25.08.2008
Pfadfinderheim öffnete seine Türen

Tag der offenen Tür beim Schwerter Pfadfinderstamm.

Sie stapelte Kiste auf Kiste. Immer höher. Schwindelfrei setzte das kleine Mädchen die Kisten aufeinander. Und baute sich einen wackligen Turm hoch bis in die Baumkronen. Keine Spur von Höhenangst. Zwar sicherten sie Seile und Stricke ab. Aber den Mut, so hoch zu klettern, hat sie gelernt. Und zwar von den Pfadfindern.

Am Samstagnachmittag war es wieder soweit. Wie jedes Jahr öffnete das Pfadfinderheim Schwerte seine Türen und lud ein, den Stamm Schwerte der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg kennen zu lernen. So bekam man interessante Einblicke in die größte Jugendorganisation der Welt. Gemütlich bei Kaffee und Kuchen konnten sich Eltern informieren, Kinder klettern, spielen und ehemalige Pfadfinder sich wiedertreffen.

 „Einmal richtig Pfadfinder, immer Pfadfinder“, erklärte Benjamin Dabelow, Mitglied des Stammesvorstands, aus Erfahrung. Er ist seit 16 Jahren Pfadfinder mit Leib und Seele. Vom Wölfling (7-10 Jahre) über die Jungpfadfinder (10-13 Jahre) und die Pfadfinder (13-17 Jahre) bis hin zu den Rovern (17-21 Jahre) hat Dabelow alle Stufen durchlaufen. Und kann jetzt nicht nur problemlos Zelte aufbauen und Lagerfeuer machen. „Als Pfadfinder habe ich Gruppenerfahrungen gesammelt, gelernt, anderen zu vertrauen, Selbstvertrauen bekommen und viel Handwerkliches ausprobiert“, erzählte er stolz, während er seine Kluft zurechtzupfte.

Um schon mal das richtige Pfadfinder-Gefühl zu bekommen, gab es am Tag der offenen Tür die „Kluftanprobe“. Hier konnte der Nachwuchs das passende beigefarbene Hemd für sich finden. „Es ist aber jedem selbst überlassen, wann er die Kluft trägt. Man kann auch ganz modern hier herkommen. Wir nehmen jeden auf“, so Dabelow. Die 15jährige Nadine Burghardt hatte am Samstag keine Lust auf Kluft, trug deshalb eine moderne Jeans, ein cooles Shirt und große Ohrringe. Dennoch gehört sie zu den Pfadfindern: „Ich mag die Gemeinschaft hier. Das Sommerlager ist das Größte und auch die Heimabende machen mir Spaß. Was man hier erlebt, erlebt man woanders nicht.“

Die gemütliche Stimmung am Samstag begeisterte nicht nur die Besucher. Schnell wurde klar: Jeder möchte Pfadfinder werden. Im Herbst kommt der Nachwuchs. Dann nämlich werden die neuen Wölflinge aufgenommen. Standesgemäß abenteuerlich: Mit echtem Pfadfinder-Versprechen und manchmal auch einer kleinen Mutprobe. 

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