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Rückkehr der Brückenpläne

WANDHOFEN Die Brücke an der Holzstraße soll gebaut werden. In diesem Punkt waren sich die Mitglieder des Finanzausschusses einig.

von Von Heiko Mühlbauer

, 28.08.2008
Rückkehr der Brückenpläne

Weil sie nicht mehr sicher genug ist, wurde die Brücke bereits Mitte der 90-er für den Autoverkehr gesperrt.

Ob man allerdings die dadurch entstehenden Mehrkosten aus den Mitteln für den Bau eines Kleinspielfeldes für die Gesamtschule nehmen darf war im Finanzausschuss höchst umstritten. Dabei schien die Vorgabe für Kämmerer Peter Schubert höchst einfach: Die seit Mitte der 90-er Jahre für Autos gesperrte Brücke über die Eisenbahnschienen am nördlichen Rand Wandhofens ist nicht mehr verkehrssicher und muss über kurz oder lang abgebrochen werden. Dafür würde das Land keinen Cent zahlen.

 Wenn man allerdings die Brücke als Radweg saniert, ist mit erheblichen Landeszuschüssen zu rechnen. Die hätte man auch schon längst kassiert, wenn bei der Planung und Kostenschätzung nicht alles aus dem Ruder gelaufen wäre. Mehrmals steigerten sich die Kosten, zuletzt weil das Planungsbüro einen Schutz vor der Oberleitung der Eisenbahn vergessen hatte. Als letzte Chance, das Geld aus Düsseldorf nicht verfallen zu lassen, schlug Kämmerer Peter Schubert jetzt den Bau einer Brücke aus Fertigteilen vor.

Deren Kosten seien mit 498 000 Euro relativ fest kalkulierbar. Um aber den Eigenanteil von 172 000 Euro zu finanzieren, schlug der Kämmerer vor, das Geld für den Sportplatz zu nehmen. Der könne ohnehin nicht gebaut werden, weil es noch kein Planungsrecht gibt. Das stieß einigen Politikern sauer auf. Vor allem, weil man schließlich bereits 2005 den Bau des Platzes als Kompromiss mit der Schule vereinbart hatte. Marcus Droll (SPD) warf der Verwaltung Untätigkeit vor. CDU-Finanzexperte Ulrich Stirnberg verlangte von der SPD im Gegenzug einen anderen Deckungsvorschlag.

Letztlich einigte man sich aber doch darauf, dass die Mittel für die Brücke bereit gestellt werden sollen und die Verwaltung bis zur Ratssitzung am kommenden Mittwoch nach einem besseren Deckungsvorschlag suchen soll. Wo der herkommt, steht aber in den Sternen. „Ich habe schon überall geprüft“, betonte der Kämmerer.

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