Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Schwerter Fahrlehrer begrüßen bundesweite Umstellung

Führerschein mit 17

SCHWERTE Was ab dem nächsten Jahr bundesweit gelten soll, ist in Schwerte schon selbstverständlich: Der Führerschein mit 17. Vor sechs Jahren begann der Modellversuch – und die Fahrschulen haben seitdem gute Erfahrungen mit dem Projekt gemacht.

von Von Julia Jasper

, 09.08.2010
Schwerter Fahrlehrer begrüßen bundesweite Umstellung

Udo Edelmeier ist seit 25 Jahren Fahrlehrer - mittlerweile bringt er auch 16- und 17-Jährigen das Fahren bei.

„Bei uns kommt der Führerschein mit 17 sehr gut an“, berichtet Klaus Stemkovitz, Leiter der Fahrschule Schürmann. „Die Schüler, die ihren Führerschein mit 17 erwerben, machen bei uns mittlerweile 40 bis 45 Prozent der Gesamtschülerzahl aus.“

Udo Edelmeier schätzt den Anteil in seiner Fahrschule sogar auf mehr als 50 Prozent. „Sehr viele Jugendliche nutzen das Angebot. Außerdem fällt auf, dass es durch die Umstellung keine Veränderungen bei den Prüfungsquoten gibt, es fallen nicht mehr Schüler durch“, fügt Udo Edelmeier hinzu. „Wer sechszehneinhalb Jahre alt ist und sich den Führerschein zutraut, der schafft es meist genauso gut wie ein älterer Schüler.“

Die meisten Fahrlehrer in Schwerte begrüßen daher den Führerschein mit 17. „Auf die jungen Fahrer wirkt sich der Führerschein mit 17 positiv aus“, so Ralf Kuhrt von der Fahrschule Schürmann. „Sie werden dann nicht mehr plötzlich ganz allein in den Verkehr entlassen, nachdem sie mit uns sonst immer einen Ansprechpartner hatten.“ Denn alle Situationen, die im Straßenverkehr eintreten können, könne man in den begrenzten Fahrstunden ohnehin nicht üben, so der Fahrlehrer. Daher würden sowohl Eltern als auch Fahranfänger das Projekt positiv annehmen.

Sind die Eltern allzu engagiert, kann dies allerdings schon mal zu Ärger führen. Damit es hinterm Steuer nicht zu Konflikten kommt, hält Udo Edelmeier einige Tipps bereit: Am wichtigsten sei es, dass der begleitende Fahrer ruhig und gelassen bleibt und den Fahranfänger so nicht zusätzlich nervös macht. 

Lesen Sie jetzt