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Schwerterin (32) stirbt bei Horrorunfall und Gaffer machen Fotos

Tödlicher Unfall

Keine Überlebenschance hatte eine Schwerterin am Donnerstag bei einem Unfall. Entsetzt waren die Rettungskräfte über Gaffer, die Fotos machten und der Polizei die Arbeit erschwerten.

Schwerte

, 10.08.2018
Schwerterin (32) stirbt bei Horrorunfall und Gaffer machen Fotos

Durch die Wucht des Aufpralls bohrte sich der Dachdecker-Aufzug in den Corsa der Schwerterin. © Tobias Schürmann

Ein Schrägaufzug-Anhänger löste sich von einem entgegenkommenden Dachdecker-LKW und schleuderte in den Gegenverkehr: Keine Chance hatte die 32-jährige Schwerterin am Donnerstag gegen 9.10 Uhr auf der Landstraße zwischen Drüpplingsen und Halingen. Durch die Wucht des Aufpralls – so die Polizei des Märkischen Kreises – wurde die Frau tödlich verletzt.

Schwerterin wurde im Fahrzeug eingeklemmt

Als die Rettungskräfte eintrafen, sei die Schwerterin in ihrem Fahrzeug eingeklemmt und nicht mehr bei Bewusstsein gewesen, erklärt Polizei-Pressesprecher Jan Naumann. Einsatzkräfte der Feuerwehr Menden, die gemeinsam mit Kollegen aus Langschede zur Unfallstelle eilten, setzten Hydraulikschere und -spreizer ein.

Zu retten gab es für sie nichts mehr. „Wo wir ankamen, war sie schon tot“, so Stefan Deitel, Sprecher der Mendener Feuerwehr. 60 Rettungskräfte seien im Einsatz gewesen. Die Koordination übernahm der Organisationsleiter für den Rettungsdienst im nördlichen Märkischen Kreis aus Iserlohn.

Polizei beschlagnahmte Fahrzeuge

Die Ursache, warum sich der Aufzug von der Anhängerkupplung löste, war laut Sprecher Naumann am Freitag noch ungeklärt. Der LKW, der von einem 59-Jährigen aus Kamen gesteuert wurde, sei genauso wie der Anhänger sichergestellt worden. Auch das Wrack des Opel-Corsa wurde von der Polizei beschlagnahmt.

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Für die Bergungsarbeiten und die Unfallaufnahme wurde die Landstraße, die in diesem Bereich Gruländer Straße heißt, am Donnerstag bis gegen 14 Uhr total gesperrt. Eine weitere Vollsperrung gab es dort am Abend. Da rückten Spezialisten der Polizei noch einmal an, um die Unfallstelle von der Drehleiter der Feuerwehr aus fotografisch zu dokumentieren.

Rettungskräfte entsetzt über Verhalten von Gaffern

Entsetzt waren Rettungskräfte über das Verhalten einiger Menschen, die an der Unfallstelle vorbeikamen: Sie zückten ihre Smartphones und machten Fotos. Diese tauchten dann direkt auf Facebook und in anderen sozialen Netzwerken im Internet auf, wie Polizeisprecher Neumann verärgert berichtet. Seine Kollegen würden jetzt deren Spuren und die aller derjenigen, die die Bilder geteilt haben, zurückverfolgen: „Wir ermitteln wegen des Straftatbestands der Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs.“

Denn Bilder im Netz nehmen auch der Polizei die Chance, den Angehörigen die schlimme Nachricht – die immer sehr schwer mitzuteilen ist – zumindest professionell als erste zu überbringen

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