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"Sind in Schockstarre" - Endgültiges Aus für Schlecker

Insolvenz

Die Nachricht vom Ende der Drogeriemarktkette Schlecker hat die verbliebenen Mitarbeiterinnen des Unternehmens tief getroffen. "Wir befinden uns in einer Schockstarre - ein Stück zu Hause geht verloren", sagt die Betriebsratsvorsitzende Gabi Wittig.

SCHWERTE

von Von Anne Petersohn

, 01.06.2012
"Sind in Schockstarre" - Endgültiges Aus für Schlecker

Während der Schlecker in Westhofen demnächst schließen wird, ist die Zukunft des XXL-Marktes in Hennen noch offen.

Noch stehe nicht endgültig fest, wie lange die Filialen geöffnet bleiben. Der Ausverkauf solle jedoch auch im Westhofener Markt so bald wie möglich beginnen. „Man hat uns mitgeteilt, dass das Zeitfenster eng begrenzt ist.“

In dem Bezirk, für den Gabi Wittig zuständig sein, seien etwa 50 Mitarbeiterinnen betroffen, im gesamten Dortmunder Raum etwa 110. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen hofft die Betriebsratsvorsitzende, möglichst schnell eine neue Anstellung zu finden. „Die Arbeitgeber sollten schon mit den Hufen scharren – da ist eine Menge qualifiziertes Personal, das auf den Markt kommt.“

Die Arbeitsagentur will den Mitarbeiterinnen gleich ab Montag zur Seite stehen. „Wir haben uns auf diese Situation vorbereitet“, betont die Geschäftsführerin der Dortmunder Agentur für Arbeit, Astrid Neese. Völlig ungeklärt ist die Zukunft des Schlecker-XL-Marktes in Hennen. Derzeit stehe im Raum, die XL-Märkte zusammen mit den Ihr-Platz-Filialen zu verkaufen, so Betriebsratsvorsitzende Elvira Herrmann. „Wir wissen noch nicht, was passieren wird.“

Hintergrund
Die insolvente Drogeriemarktkette Schlecker wird dichtgemacht. Die Gläubiger beschlossen das Aus in einer knapp dreistündigen Sitzung in Berlin. Mögliche Investoren hätten zu wenig geboten.

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