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So soll das Westhofener Kreuz umgebaut werden

Verbindung A1 und A45

In etwa zehn Jahren könnte das Westhofener Kreuz - die Verbindung von A1 und A45 bei Schwerte - in seiner derzeitigen Form als Kleeblatt Geschichte sein. Denn eines der Blätter soll einer Verbindungsrampe zum Opfer fallen. Wir beantworten die wichtigsten Fragen und zeigen den Umbau auf einer Karte.

WESTHOFEN

, 28.02.2017
So soll das Westhofener Kreuz umgebaut werden

Das Westhofener Kreuz.

Warum soll ein „Blatt“ einer Rampe weichen?

Mit der Rampe soll ein großes Problem im Westhofener Kreuz der Vergangenheit angehören: der Stau. Denn mit einer Durchschnittsbelastung von 47.000 Autos am Tag gehört das Westhofener Kreuz zu den meist befahrenen Autobahnkreuzen der Republik. Im Bundesverkehrswegeplan 2030, der im August des vergangenen Jahres veröffentlicht wurde, ist von einer Gesamtreduktion der Staustunden um rund 82 Prozent die Rede. Das heißt konkret: Derzeit stehen die Autofahrer im Westhofener Kreuz an Werktagen etwa 201 Stunden im Jahr im Stau. Dies soll mithilfe der Rampe auf etwa 37 Stunden pro Jahr reduziert werden. Und auch der Urlaubsverkehr solle deutlich entlastet werden (von 68 Staustunden auf 10).

Wie soll diese Verbindungsrampe aussehen?

Im Bundesverkehrswegeplan wird der Plan der Rampe wie folgt beschrieben: Es „wurde eine halbdirekte Rampe ausgewählt, die ähnlich der des Autobahnkreuzes Münster-Süd raumsparend als zweispurige, halbdirekte Rampe über das Autobahnkreuz geführt wird“. Damit kann der Verkehr auch im Kreuz überwiegend zweispurig fahren. 

Die pinke Route ist die geplante Rampe, die das Blatt, das Autofahrer bisher nehmen müssen, ersetzen soll.

Wie weit ist die derzeitige Planung und wann sollen die Arbeiten starten?

Das Projekt ist im Bundesverkehrswegeplan als vorrangig eingestuft. Und ein wichtiger Schritt ist bereits getan. „Der Entwurf wurde genehmigt“, sagte Karl-Josef Fischer von der Regionalniederlassung Südwestfalen des Straßenbaulastträgers Straßen-NRW. Anfang des nächsten Jahres wird mit dem Planfeststellungsverfahren begonnen. „Das dauert mindestens zwei Jahre, sodass wir vielleicht Mitte 2020 eine Baugenehmigung bekommen würden“, erklärte Fischer. Im darauffolgenden Jahr könnten dann die Arbeiten, die sich „sicherlich über fünf bis sechs Jahre erstrecken“, beginnen, so Fischer. Laut diesen Planungen wäre das Westhofener Kreuz circa im Jahr 2027 mit der Rampe ausgestattet – und würde bis dato zur Dauerbaustelle werden.

Welche Kosten sind für das Projekt veranschlagt?

Laut Karl-Josef Fischer sollen die Kosten für den Bau der Rampe etwa 100 Millionen Euro betragen. Insgesamt sind 230 Millionen Euro für Projekte rund um das Westhofener Kreuz veranschlagt. „In diesen Kosten ist auch der sechsspurige Ausbau der A 45 aufgeführt. Die Kosten für den Neubau der Lennetalbrücke allerdings nicht“, sagte Fischer. Die Brücke, über die die A 45 führt, soll nach aktuellem Stand etwa im dritten Quartal 2019 fertiggestellt werden. Während die Lennetalbrücke dann bereits sechsspurig ist, erfolgt der Ausbau der A 45 schrittweise. Insgesamt soll die Autobahn auf 123 Kilometern zwischen Dortmund und der Landesgrenze zu Hessen bei Wilnsdorf ausgebaut werden. 

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