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Stolperstrecke für Rollator-Benutzer hinter der Rohrmeisterei ist repariert

Ruhrwanderweg

Regen und Fahrradfahrer hatten die Rampe zu den Ruhrauen holprig gemacht. Für viele Senioren war sie schon lange ein unpassierbares Hindernis. Jetzt wurde sie mit Dolomitsand geglättet.

Schwerte

, 15.08.2018
Stolperstrecke für Rollator-Benutzer hinter der Rohrmeisterei ist repariert

Jetzt ist der Untergrund wieder eben: Für Herbert Fischer (83) war die Rampe vom Rohrmeistereiplateau zur Ruhr mit dem Rollator jahrelang unpassierbar. © Reinhard Schmitz

„Ach nee, jetzt ist das gemacht!“ Völlig überrascht steht Edith Fischer vor der Rampe neben der Treppe, die vom Rohrmeisterei-Plateau hinunter zur Ruhr führt. Eigentlich wollte die 80-Jährige die Holperstrecke mit den hochstehenden Steinen zeigen, die ihr und ihrem Ehemann Herbert (83) das Passieren mit dem Rollator so lange verwehrt hatten. Doch davon ist auf einmal nichts mehr zu sehen. Frisch geglättet präsentiert sich die Fläche, der offensichtlich Regen und die Benutzung durch Radfahrer zugesetzt hatten.

Weg war schon seit zwei Jahren im schlechten Zustand

„Ich habe mich zwei Jahre darüber geärgert“, sagt Edith Fischer, die so gern mit ihrem Mann in den Ruhrwiesen spazieren geht. Bei der anderen Zugangsmöglichkeit von der Straße Im Reiche des Wassers aus ist dem Paar die Runde längst zu weit geworden. Und wenn man von der Liethstraße aus in Richtung Ufer gehen möchte, muss man daran denken, dass es auf dem Rückweg kräftig bergauf geht.

Vor Ostern – so berichtet die Schwerterin – habe sie deshalb bei der Stadt angerufen. Eine freundliche Mitarbeiterin im Lob- und Beschwerdemanagement habe nicht nur gesagt, dass für das Gelände die Rohrmeisterei zuständig sei. Sie habe sich auch gleich mit deren Geschäftsführer Tobias Bäcker in Verbindung gesetzt, der sich bei ihr gemeldet habe.

Rohrmeisterei und Bauhof arbeiten zusammen

Dieses Vorgehen bestätigt Stadt-Pressesprecher Alexander Nähle. „Der Weg ist in Obhut der Rohrmeisterei“, sagt er.

Auf eine langwierige Klärung der Frage, wo in dem betroffenen Bereich welche Grenze verläuft, wollte Tobias Bäcker sich aber gar nicht erst einlassen. Er traf ganz einfach eine praktische Vereinbarung mit dem städtischen Bauhof, mit der man sich den Aufwand teilt: „Die Rohrmeisterei bezahlt das Material, der Bauhof stellt das Personal.“

Urlaubszeit sorgt für Verzögerung

Dass die Ausführung dann doch noch auf sich warten ließ, begründet Stadtsprecher Nähle mit der Urlaubszeit. Der Bauhof habe erst Mitarbeiter für die Unterstützung frei haben müssen. Mit Dolomitsand sei der Untergrund aufgefüllt worden.

Edith Fischer bedauerte zwar, dass sie den Weg jetzt erst wieder benutzen kann, wo der Sommer schon fast vorbei ist. Gleichzeitig freute sie sich aber auch und probierte den wiedergewonnenen Zugang zur „Blauen Brücke“ und zur Ruhr sofort wieder aus. „Es ist einfach schön hier“, sagte die Frau, die vor 23 Jahren nach Schwerte gezogen ist: „Wir sind so froh, dass wir das gemacht haben.“

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