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Streit um Abriss in Schwerte: Auch Experte sieht keinen Ausweg

Nachbar-Klage

Lässt sich der Abriss des Hauses der Familie Ahlers noch verhindern? Das war das Ziel bei einem Gespräch am Montag im Schwerter Rathaus. Danach meldete die Stadt aber: Bald werde abgerissen.

Schwerte

, 16.07.2018
Streit um Abriss in Schwerte: Auch Experte sieht keinen Ausweg

Kann man über den Bebauungsplan nicht noch etwas tricksen? Lässt sich der Abriss verhindern? Seit Montag ist das noch unwahrscheinlicher als vorher.paulitschke (A) © Bernd Paulitschke

Irgendwie muss man doch den Abriss des Hauses an der Unteren Meischede verhindern können. Irgendwie lässt sich doch sicher ein Weg finden, das Haus der Familie Ahlers doch noch zu retten. Vielleicht könnte die Stadt ja den Bebauungsplan für die Straße ändern. – Mit dieser Hoffnung war Werner Jakumeit am Montagvormittag ins Schwerter Rathaus gekommen.

Nach dem einstündigen Gespräch, das der ehemalige Teamleiter für Bauplanungsrecht im Dortmunder Stadtplanungsamt mit Schwertes Bürgermeister Dimitrios Axourgos und weiteren Vertretern der Stadtverwaltung hatte, stand aber fest: Es gibt keinen neuen Bebauungsplan. Die Stadt wird eine Abrissverfügung erteilen – voraussichtlich in der kommenden Woche.

„Heilen“ des Bebauungsplans klappt nicht

Von mehreren Seiten war in der öffentlichen Diskussion immer wieder die Rede von dieser Idee: Mit einem neuen Bebauungsplan könne man den baurechtswidrigen Zustand quasi „heilen“. Das Problem: Ein Nachbar hatte dagegen geklagt, dass die Ahlers ihren Bungalow zu einem mehrgeschossigen Haus ausbauen, und vor Gericht Recht bekommen.

In Richtung der Stadt hatte der Kläger auch signalisiert: Sie soll zusehen, dass das Urteil umgesetzt werde, bevor auch sie rechtliche Probleme bekomme.

Die Stadt Schwerte unterstreicht: Sie habe sich nicht nur beim Kreis Unna rückversichert, sondern auch bei der Bezirksregierung in Arnsberg – alle hätten die Auffassung aus dem Rathaus bestätigt: Eine Abrissverfügung müsse ausgesprochen werden. Der Familie Ahlers steht letztlich frei, wiederum dagegen Klage zu erheben.

Stadt Schwerte: Würden weiterhin vermitteln

Die Stadt unterstreicht erneut: Man habe die Familie Ahlers auf die Risiken hingewiesen, „während des laufenden Klageverfahrens ihren Bungalow“ aufzustocken. Und man sei nichtsdestotrotz bereit, als Vermittler aufzutreten – falls beide Seiten doch noch „an einer gütlichen Einigung interessiert“ seien.

„Aktuell scheint dies allerdings nicht gewünscht zu sein“, heißt es abschließend dazu aus dem Rathaus.

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