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Trinkwasser: Uran-Anteil liegt unter Leitwert

SCHWERTE Uran im Schwerter Trinkwasser? Ulrike Hütter von den Wasserwerken gibt Entwarnung: „Das ist hier absolut kein Problem.“

von von Anne Petersohn

, 05.08.2008
Trinkwasser: Uran-Anteil liegt unter Leitwert

Entlang der Ruhr wird das Schwerter Trinkwasser gewonnen. Es ist gesundheitlich völlig unbedenklich.

Die Pressesprecherin der Wasserwerke Westfalen hat in den vergangenen Tagen viele Anfragen zur Wasserqualität in der Ruhrstadt bearbeitet. Verbraucherschützer hatten beklagt, dass die Uran-Konzentration des Wassers in vielen Gemeinden zu hoch und damit gesundheitlich bedenklich sei. Doch in Schwerte gebe es keinen Grund zur Beunruhigung, versichert Hütter.

„Wir liegen zwischen 0,1 und 0,4 Mikrogramm pro Liter – und damit deutlich unter den Werten, die bundesweit diskutiert werden.“ Zwar sei in der Trinkwasserverordnung kein offizieller Grenzwert für Uran vorgeschrieben. „Doch das Umweltbundesamt hat einen Leitwert von zehn Mikrogramm pro Liter vorgeschlagen“, erklärt Ulrike Hütter. Selbst der Uran-Leitwert für die Zubereitung von Säuglings-Nahrung liege mit zwei Mikrogramm wesentlich über dem in Schwerte. „Damit entspricht unser Trinkwasser allen Anforderungen.“ Und diese Anforderungen würden täglich in einer Analyse des Gesundheitsamtes überprüft. Insgesamt sei das Schwerter Trinkwasser sogar besonders lecker: „Wir haben ein weiches Wasser. Und das wird oft als sehr wohlschmeckend eingeschätzt“, so Hütter. Auch Dirk Mannes, technischer Leiter der Stadtwerke Schwerte, gibt Entwarnung – und hat dazu das Labor befragt. „Die aktuellen Konzentrationen liegen deutlich unter dem lebenslang duldbaren gesundheitlichen Leitwert und auch unter den Anforderungen der Mineral- und Tafelwasserverordnung“, schreibt Mannes in einer Pressemitteilung. Schon im Sommer 2007 habe es eine Untersuchung des Oberflächenwassers an Ruhr und Ennepetalsperre gegeben. „Es konnte kein Uran nachgewiesen werden“, so Mannes.

Der Technikchef weist darauf hin, dass die Ursache für den Uran-Nachweis rein geologischer Art sei. „Wenn Grundwasser durch Gesteinsschichten mit radioaktiven Mineralien sickert, kann es zu diesen Einträgen kommen“, erklärt Mannes. Mit der Nutzung von Uran in Kernkraftwerken habe die aktuelle Diskussion also nichts zu tun. Stattdessen gelange das Schwermetall durch Auswaschung aus den Erdschichten in das Wasser. Je nach Region finde sich mehr oder weniger Uran im Boden. Und eine „Panikmache“ in Schwerte sei in jedem Fall unangebracht.

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