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Trödelmarkt brachte 1200 Euro für den schwerkranken Anton

Muskelschwund

Die Welle der Hilfsbereitschaft ist riesengroß: Bei einem Trödelmarkt am Elsebad wurde viel verkauft und überraschend großzügig gespendet. 1200 Euro gehen an Antons Familie.

Schwerte

, 31.07.2018
Trödelmarkt brachte 1200 Euro für den schwerkranken Anton

Larissa Fieber und Isabel Barth (vorne, v.l.) wurden vor Ort von Freiwilligen unterstützt unter anderem von Bianka Schäfer- Wiedemann (2.v.l.) und Jasmin Grams (r.). © Bernd Paulitschke

„Das ist der Hammer gewesen.“ Larissa Fieber ist immer noch begeistert vom Erfolg ihres Flohmarkts zugunsten des kranken Antons. Mehr als 1200 Euro kamen zusammen. Und das ist nur eine von vielen Aktionen für Anton, den einjährigen Jungen, der unter Muskelschwund leidet und dessen Eltern um Spenden bitten, um das Leben etwas flexibler gestalten zu können.

Eigentlich hatten nur sie und ihre Freundin Isabel Barth aussortierte Kindersachen und Spielzeug verkaufen wollen, so Larissa Fieber. Doch die Hilfsbereitschaft überstieg alle Erwartungen. Schon im Vorfeld hatten sich Menschen bei Fieber gemeldet, um auch ihre Sachen für den Trödelmarkt zu spenden. „Und selbst im Elsebad haben die Menschen etwas abgegeben. Hinterher sah es bei uns aus wie bei Toys‘R‘Us“, erklärt Fieber.

Der Tisch war zu klein für die Trödel-Spenden

Auf dem organisierten Neun-Meter-Tisch habe kaum alles Platz gefunden. „Wir hätten noch weitere neun Meter gebrauchen können“, so Fieber. Der Trödel für den guten Zweck lief so ab: Jeder sollte so viel geben, wie er wollte. Das konnte auch einen Haken haben, wie sich zeigte: Manche hätten alles mitgenommen, was ins Auto gepasst habe und nur 5 Euro zurückgelassen. Das andere Extrem aber: „Ein Mann kam auf seinem Motorrad an, drückte uns 300 Euro in die Hand und fuhr wieder weg.“ Und auch viele weitere Elsebad-Besucher hätten deutlich mehr gegeben, als sie hätten müssen.

Die Welle der Hilfsbereitschaft begeistert auch Antons Eltern. Papa Sebastian erklärt: „Es haben sich sehr viele Leute gemeldet – und einige haben echt Super-Ideen. Der Trödelmarkt ist ein schönes Beispiel. Wir sind teilweise sprachlos.“ Die Familie hofft auf Spenden, um spezielle Anschaffungen und Umbauten finanzieren zu können. Um das Leben des Jungen, der an spinaler Muskelatrophie erkrankt ist, zu erleichtern.

Larissa Fieber, die Antons Familie als Hebamme kennenlernte, unterstreicht: Auch sie würde gerne mit weiteren Aktionen helfen.

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