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Vergleich oder endloser Prozess

SCHWERTE Ohne Vergleich droht ein jahrelanges Verfahren – das kündigte Richter Heinrich Knierim an. Er machte keinen Hehl daraus, dass die Vorwürfe gegen Joachim Crefeld eigentlich ein Fall für den Staatsanwalt seien.

von Von Heiko Mühlbauer

, 06.12.2007
Vergleich oder endloser Prozess

Ex-Badmanager Joachim Crefeld (r.) mit seinem Anwalt Dr.Wolfgang Weber.

Deshalb hofft die 6. Zivilkammer auch, dass sich die Bäder GmbH und ihr Ex-Geschäftsführer auf einen Vergleich einlassen. Dessen Höhe steht aber noch nicht fest, sie wird den Prozessparteien vermutlich im kommenden Jahr schriftlich mitgeteilt.Rat will Klarheit Dem Vergleich entgegen steht ein Beschluss des Rates, der das Verfahren eigentlich geklärt wissen wollte. Und die Chancen stehen nicht ganz schlecht. „Wenn nur die Hälfte der zahlreichen Vorwürfe zutrifft, war die fristlose Kündigung gerechtfertigt“, erklärten die Zivilrichter, die zu Beginn des Prozesstages einen ganzen Berg von Unterlagen entgegen nehmen mussten. Thema ist die Gehaltserhöhung für Crefeld, die Ende 2003 gewährt wurde. Das Papier, dass nur vom damaligen Aufsichtsratsvorsitzenden Hans Brinkmann und seinem Vize Bernd Schmitt unterzeichnet war (RN berichteten), ist nach Ansicht der Richter nicht rechtswirksam. Crefeld hätte Aufsichtsrat einladen müssen Das hätte allerdings der Badmanager auch selber wissen können, denn er hätte schließlich zur Aufsichtsratsitzung für diesen Beschluss einladen müssen. Eine Rechtsauffassung, die Crefelds Anwalt, Dr. Wolfgang Weber, bestreitet. Sein Mandant sei der Überzeugung gewesen, die beiden Herren hätten einen rechtswirksamen Vertrag geschlossen. Crefeld ist nach eigenen Angaben derzeit ohne jegliches Einkommen.

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