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Viele Schwerter wollen einen Nachlass von Prutz-Gueth

SCHWERTE Am Wochenende öffnete Claus Purmann wieder das Haus der verstorbenen Künstlerin Edith Prutz-Gueth, um ihren Nachlass zu verkaufen. Und es wurde nicht nur ein Bild verkauft.

von Nicole Jankowski

, 11.08.2008
Viele Schwerter wollen einen Nachlass von Prutz-Gueth

Am Wochenende kamen viele Interessierte, um sich Kunst-Nachlass von Edith Prutz-Gueth zu sichern.

Gerade hat wieder jemand zwei Bilder mitgenommen. Doch das Loch an der Wand bleibt nicht lange leer. Claus Purmann hängt zwei neue Werke von Edith Prutz-Gueth auf. An den Wänden gelehnt, warten andere auf ihren Auftritt. Zum zweiten Mal öffnete der Vertraute der Künstlerin am Wochenende ihr Haus, um Werke aus ihrem Nachlass zu verkaufen. Viele Schwerter nutzen die Gelegenheit, eines ihrer farbenfrohen Werke zu erwerben. Bereits am Samstag war das Haus von 11 bis 18 Uhr gut besucht. „Ich glaube, das hätte ihr gefallen“, freute sich Brigitte Purmann über das rege Interesse.

Auch am Sonntag klingelt es immer wieder an der Haustür im Eschenweg 39. Margarete Rademacher ist mit ihrer Bekannten Johanna Sohn gekommen. Die Schwerterin ist bereits zum zweiten Mal vor Ort. Die Vielfalt der Werke fasziniert sie: So etwas Umfangreiches habe sie noch nie gesehen. „Hat die Frau je geschlafen“, fragt sie mit einem Lächeln. Im Keller des Hauses sichtet Jutta Lindemann die zahlreichen Bilder, die sich dort auf einem Tisch stapeln. „Das ist auch schön“, sagt sie immer wieder, und zieht eines der Blätter hervor. Ihr Vater Hugo war ein Studienkollege von Edith Prutz-Gueth an der Werkkunstschule in Dortmund. „Sie hat so verschiedenartig gemalt, aber in jeder Richtung perfekt“, begeistert sich Jutta Lindemann. Keilrahmen

Sorgfältig breitet sie die Bilder auf dem Fußboden aus. Eine Winter-Serie in grau-weiß-brauen Tönen, zwei Szenen voller Dynamik aus dem Zirkus, ein Eulenbild. Sie deutet auf die Wand: „Die beiden haben es mir auch angetan.“ Die quadratischen Bilder auf Keilrahmen sind neuere Werke. Sie stammen aus dem Jahr 2001. „Die Gelegenheit ist günstig“, betont Hildegard Kowalewski. So etwas kriege man nicht alle Tage. Ihr Mann Ernst war ebenfalls ein Studienkollege der Künstlerin. „Die meisten haben direkt mehrere Bilder gekauft“, erzählt Claus Purmann. Es sei schon reichlich weg. Einige Bilder bleiben allerdings zurück. Die Landschaft mit Kühen im Wäschekeller, die bunten Muster an der Treppe und den zartgliederigen Baum im Gästezimmer hat Edith Prutz-Gueth direkt auf die Wände gemalt.

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