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Ein Paradies für grillwütige Männer

Wochenmarkt in Schwerte will sich weiterentwickeln

Edles Fleisch und Oliven – der Wochenmarkt entwickelt sich weiter vom reinen Versorgungs- zum Erlebnismarkt. An bewährten Angeboten wird trotzdem festgehalten.

Schwerte

, 23.05.2018
Ein Paradies für grillwütige Männer

„Marktmeister“ Frank Rest (l.) hat sich den jungen Jan Holtmann (r.) ins Führungsteam der Markthandels-GmbH Schwerte geholt, wo er „jugendliche Frische“ verbreiten soll. © Foto: Manuela Schwerte

Wochenmarkt – da ging Großmutter früher mit dem Einkaufstrolley hin und kaufte Kartoffeln und frisches Gemüse. Oma lebt schon lange nicht mehr, aber der Wochenmarkt hat schon viele Generationen überdauert. Den derzeitigen Trend zum Livestyle-Einkaufserlebnis wollen die Schwerter Markthändler mitmachen. Auch deshalb lässt die Markthandels-Gesellschaft jüngere Händler ans Ruder. Jan Holtmann ist seit einiger Zeit Beisitzer im Vorstand und zuständig für Öffentlichkeitsarbeit, die Anwerbung neuer Händler und die Marktgestaltung. Er habe, so lobt Geschäftsführer Frank Rest, „jugendliche Frische“ in die Gesellschaft gebracht.

Den Kunden hat Jan Holtmann, der mit seinem Fischstand auf zahlreichen Streetfood-Märkten in der Region unterwegs ist und das Format des Feierabendmarktes jetzt auch im Schwerter Stadtpark etabliert hat, schon das erste neue Angebot nach Schwerte geholt: „Edles Fleisch“ steht in goldenen Buchstaben auf dem dunkelroten Wagen, und edles Fleisch liegt auch in der gekühlten Auslage.

Ein Paradies für grillwütige Männer

Jan Holtmann freut sich über das Angebot von „Edles Fleisch“, das Marius Rott am Mittwoch nach Schwerte mitbrachte. © Foto: Manuela Schwerte

Grillen ist ja gerade Kult und ein modernes Männer-Hobby, für das der Mann von Welt gern viel Geld ausgibt. Und nicht ausgerechnet bei der Fleischqualität geizen sollte. Ob Stücke vom Iberico-Schwein, vom irischen Ochsen, vom amerikanischen Black-Angus-Rind, vom kanadischen Bison, der spanischen Txogitxu-Kuh oder gar vom japanischen Wagyu, dessen Filet pro Kilo 460 Euro kosten kann – das Lüdinghausener Unternehmen hat alles im Programm. Im Münsterland betreiben Philipp Burkert und Simon Schräder inzwischen auch ein Restaurant, das „Achtzehn70“, und sind auf vielen Märkten und Streetfoodmärkten in der Region unterwegs. Ab sofort auch mittwochs im Schatten von St. Viktor, wo Fleischliebhaber bei anderen Händlern auch Wild und Geflügel, Bio-Fleisch und schlesische Spezialitäten kaufen können.


Vom Versorgungs- zum Erlebnismarkt

Demnächst, so kündigte Jan Holtmann am Mittwoch an, soll ein Olivenhändler den Trend vom reinen Versorgungsmarkt zum Erlebnismarkt weiter befeuern. „Der bringt außer Oliven auch eine Menge Antipasti mit“, macht Fischhändler Jan Holtmann den Kunden Appetit.

In einigen Wochen will die Markthandels GmbH Schwerte zu einer Info-Veranstaltung ins Ruhrtalmuseum einladen, um über die Geschichte des Marktes und über die Zukunftspläne für den Wochenmarkt zu berichten. Holtmann und Rest sind sich sicher, dass der Schwerter Markt großes Potenzial hat.

Und sie sind von ihrem Konzept so überzeugt, dass sie hoffnungsvoll auf die neue Ausschreibung für das Betreiben des Wochenmarktes warten, die die Stadt für 2019 angekündigt hat. Jan Holtmann rechnet damit, dass im Mai 2019 der alte Marktbetreiber wieder der neue sein wird. Also die „Markthandel Schwerte GmbH“ weiterhin den Markt organisieren kann und nicht die „Schwerter MarktVeranstaltungen GmbH“ seines Vaters Bernd, der sogar schon auf gerichtlichem Weg versucht hat, sein Konzept für den Wochenmarkt durchzuboxen.