Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Westhofener Fachwerkhaus doch viel älter als gedacht

300 Jahre alt

So jung? Nur von 1827? Über diese Annahme würden sich die Balken des Fachwerkhauses Reichshofstraße 95 vor Lachen biegen. Sie tragen schon viel länger als bisher vermutet die Wände. Der Gutachter hat wohl weit über 300 Jahre alte Bereiche festgestellt. Die Arbeiten laufen.

WESTHOFEN

, 10.10.2016
Westhofener Fachwerkhaus doch viel älter als gedacht

Doch älter als gedacht: Teile des Fachwerkhauses in Westhofen sind laut Experten 300 Jahre alt.

Die Geschichte des Gemäuers konnte der Experte für sein bauhistorisches Gutachten aus der erhaltenen Gebäudesubstanz herauslesen. Um ihm den nötigen Einblick auf Gebälk und Mauerwerk zu verschaffen, musste Erhard Bazak umfangreiche Vorarbeiten leisten. Seine Ehefrau hatte das Gebäude ersteigert.

Teile von Decken und Wänden herausreißen

„Der historische Gutachter verlangte die Freilegung aller wichtigen Teile“, berichtet er: „Wir mussten alles freilegen, was später mal überarbeitet worden ist.“ Wochenlang schuftete Bazak mit zwei Mitarbeitern, um die Forderungen zu erfüllen. Sie mussten zur Vorbereitung der Untersuchungen sogar Teile von Decken und Wänden herausreißen, wie der Schutthaufen vor der Tür bewies.

Jetzt lesen

„Das wird ein Riesen-Gutachten“, verdeutlicht Bazak. Bis zur nächsten Woche solle es fertig sein. Mit diesem Aufwand hatte der Ehemann der Eigentümerin nicht gerechnet, als er ursprünglich davon ausging, das Objekt innerhalb eines Jahres sanieren zu können. Die weiteren Schritte dazu sollen jetzt am 19. Oktober bei einer Besichtigung durch die zuständigen Denkmalpfleger aus Münster und Schwerte besprochen werden.

Absprache mit dem Denkmalamt

„Dann erst wird festgelegt, was ich darf und was ich nicht darf“, erklärt Bazak, der vorher natürlich vor der Haustür und im Inneren ordentlich aufräumen will. Intensiv hat sich der Mann, der in seinem Berufsleben schon viele Wohnungen saniert hat, mit den Eigenarten von Fachwerk beschäftigt. „Ich selbst mag ja sowas“, sagt er: „Ich werde es in Ruhe in Absprache mit dem Denkmalamt wieder aufbauen.“ 

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt