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Zeugen schildern Überfall auf den Aldi

Dritter Prozess-Tag

Im Prozess um die jungen Schwerter, die sich seit Montag vor dem Hagener Landgericht schweren Vorwürfen stellen müssen, stand am Mittwoch der Überfall auf eine Aldifiliale im Mittelpunkt. Zahlreiche Zeugen schilderten, wie sie die schreckliche Situation erlebt hatten.

SCHWERTE

von Von Jana Peuckert

, 19.08.2010

„Es war spät, kurz vor Ladenschluss. Es gab nicht mehr viel Kundschaft. Zwei Männer kamen rein“, so die Erinnerung einer Verkäuferin. Einer der Täter habe ihr die Waffe vorgehalten und sie gezwungen, die Kasse und den Geldscheintresor zu öffnen. Als die 30-Jährige unter Schock zu keinerlei Reaktion im Stande gewesen sei, habe der Mann ihr die Waffe direkt an den Kopf gehalten.

Schließlich war es ihr gelungen, das Geld aus der Kasse zu übergeben – etwa 500 Euro. „Ich habe hinterher sofort weiter gearbeitet. Ich habe gedacht, wenn ich mich zuhause einigele, dann bringt das auch nichts.“ Allerdings fühle sie sich seither in der Dunkelheit sehr unwohl. Auch ein zufällig zu der Zeit anwesender Kunde erinnerte sich noch sehr genau an den Tag. „Wir mussten uns alle auf den Boden legen. Die Stimme klang relativ jung. Ich habe so etwas noch nie erlebt“, so der 49-Jährige.

Ebenso ein 18-jähriger Einkäufer: „Ich wollte mir Fleischsalat kaufen, damit der Tag besser würde. Dann kamen zwei maskierte Menschen herein. Sie waren beide bewaffnet. Einer hatte ein Messer, einer eine Pistole. Das Geld haben sie in eine Tüte gesteckt. Natürlich hatte ich Angst.“ Von einer interessanten Beobachtung berichtete auch ein 44-jähriger Passant. Er hatte sich zur Tatzeit in der Nähe des Supermarktes aufgehalten. „Ich sah die Jungs flüchten. Dann habe ich einen Schuss und Freudenschreie gehört“, erinnerte sich der Mann im Zeugenstand.

Nachdem das Verfahren gegen den 23-jährigen Angeklagten am Mittwoch abgetrennt wurde, finden die weiteren Fortsetzungstermine nun unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. 

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