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Zukunft ungewiss: Wirt verlässt Schwerter Eckkneipe

Feuerteichschänke

Die Feuerteichschänke ist eine der letzten richtigen Eckkneipen in Schwerte: Rustikales Inneres und ein Wirt, der schon seit über zehn Jahren in der Schänke arbeitet. Doch Wirt Bernhard Bay will zum 31. März 2018 aufhören - was mit der Kneipe dann passiert, ist noch unklar.

SCHWERTE

, 18.10.2017
Zukunft ungewiss: Wirt verlässt Schwerter Eckkneipe

Bernhard Bay verlässt zum 31. März die Feuerteichschänke in der Mährstraße, wo er zwölf Jahre lang hinter dem Tresen gestanden hat.

35 Jahre im Gastgewerbe sollen reichen: Zum 31. März wird Wirt Bernhard Bay die Feuerteichschänke an der Mährstraße 7 verlassen, wie er am Montag bestätigte. „Ich suche mir was Leichteres“, sagte der 56-Jährige, der – außer sonntags – jeden Tag hinter dem Tresen gestanden hatte.

Am Montag und Dienstag ab 14 Uhr, ansonsten schon ab 10 Uhr bis zum „Ende offen“, meistens gegen 20 oder 21 Uhr. Jetzt sei seine Frau in Rente gegangen. Da möchte man auch schon mal einen Nachmittag frei haben.

Früher: Gesellschaftssaal

Seit zwölf Jahren führt Bay – der schon das ehemalige „Alt Schwerte“ an der Hüsingstraße betrieben hatte und davor als Arbeitnehmer im Gastgewerbe tätig gewesen war – die Feuerteichschänke. Eine der letzten Eckkneipen mit einem rustikal getäfelten rund 34 Quadratmeter großen Gastraum.

In den besten Zeiten gehörte im 1903 gebauten Gebäudekomplex noch ein Gesellschaftssaal dazu, der später zum Ladenlokal von Betten-Kirchner wurde, weiß Bay: „Und die Lottobude zur Teichstraße war der Billardraum.“

Hauseigentümer sucht Nachfolger

Heute passen maximal 50 Gäste in die Stube vor dem Tresen: „Wenn sie sich quetschen wie die Ölsardinen.“ Normal seien aber 30 bis 35. Die können sich ein frisch gezapftes Krombacher gönnen. Für die Zigarettenpause hat Bay vor der Tür eine überdachte „Raucherlounge“ mit Stehtisch eingerichtet.

„Und Sky habe ich“, betont der Gastronom: „Was ich dafür zahle, dafür mietet sich der Großteil der Bevölkerung eine Wohnung inklusive Nebenkosten.“ Zu den treuen Gästen zählt ein BVB-Fanclub aus Westhofen, der vor jedem Heimspiel am Samstagmorgen zum „Vorglühen“ hereinkommt.

„Es passt eigentlich“, sagt Bay: „Der Nachfolger muss nicht am Hungertuch nagen.“ Da Bay nicht nur Wirt war, sondern auch die Kneipe gemietet hat, ist die Zukunft des Ladens unklar. Die Suche nach einem Nachmieter sei Sache des Hauseigentümers.

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