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Zwei Monate nichts abgebucht – dann eine Nachforderung

Ärger um Kita-Beiträge in Schwerte

Wieso wurde nichts abgebucht für Kita- und Offene-Ganztags-Gebühren? Und wieso gab es dann eine Nachzahlung ins Haus? Das hängt mit zwei neue Programmen zusammen, die die Stadt Schwerte auf ihren Computern hat.

Schwerte

, 10.03.2018
Zwei Monate nichts abgebucht – dann eine Nachforderung

Bei den Kitas in Schwerte gab es eine Umstellung. © picture alliance / Jan-Philipp S

Im Januar: keine Abbuchung. Im Februar: keine Abbuchung. Und dann in der Post: eine Bitte um Nachzahlung. Darüber sind einige Eltern von Kita-Kindern in Schwerte verärgert. Erst recht, weil sie sich nicht ausreichend informiert fühlen.

„Bei uns in der Einrichtung sind mehrere Eltern, die nicht Bescheid wussten und die eine Forderung zur Nachzahlung bekommen haben“, erklärt Annika W.*, eine betroffene Mutter aus Schwerte. Auf Nachfrage bei der Stadt habe es aber nur geheißen, das habe doch mehrfach in der Zeitung gestanden.

In der Tat: Kurz vor Weihnachten verschickte die Stadt eine Pressemitteilung, es werde Anfang 2018 zur Verzögerung bei Abbuchungen und Auszahlungen kommen. Betroffen seien diejenigen, die Gebühren für Kitas oder den Offenen Ganztag (OGS) zahlen. Voraussichtlich ab Mitte März 2018 laufe dann alles wieder wie gewohnt.

Jugendamt musste 3000 Daten neu erfassen

Diesen Termin kann die Stadt nicht halten, erläuterte An-dreas Pap, der Leiter des Jugendamtes, am Freitag auf Nachfrage. Das Problem sei eines mit neuer Computer-Software. Das Kassenprogramm für die Finanzbuchhaltung sei neu. Und auch jenes, das die Elternbeiträge ausrechnet. Leider habe sich herausgestellt, dass der Transfer der Daten vom alten zum neuen Computerprogramm nicht ohne Weiteres funktioniere. „Wir mussten 3000 Stammdaten von Familien und Kindern im Gesamtsystem neu einstellen“, verdeutlicht Pap. Zu allem Überfluss sei jetzt aber noch ein Ansprechpartner beim Software-Hersteller krank, sodass man letzte technische Stellschrauben nicht anziehen könne. Heißt: Seit Anfang des Jahres gab es daher keine Abbuchungen wie vorher. Und auch zum 15. März werde es wohl nichts, deutet Pap an.

In der kommenden Woche will die Stadt nun offiziell eine Lösung vorstellen – auch mit einem Versprechen, ab wann die Abbuchungen laufen sollen.

Annika W. will darauf nicht warten. Sie habe zusätzlich zur Nachzahlung direkt einen Dauerauftrag eingerichtet, da ja eine Abbuchung derzeit nicht möglich sei.

Der wesentliche Ärger der Eltern sei aber ein anderer – das weiß auch An-dreas Pap. Wenn beispielsweise zwei Mal 250 Euro nicht eingezogen wurden, dann waren da 500 Euro mehr auf dem Konto. Und die habe manch einer nun ausgegeben. Etliche Eltern hätten sich schon gemeldet und um Ratenzahlung gebeten. Dem wolle man natürlich nachkommen, unterstreicht Pap. „Wir kriegen da jede Kuh vom Eis“, so der Jugendamtsleiter.

(*: Name geändert)

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