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Tierische Datensammler

See-Elefanten sind jetzt Forscher in der Antarktis

Berlin/Washington Mit Hilfe von See-Elefanten haben Wissenschaftler entdeckt, dass das Eis in Teilen der Antarktis doch langsamer schmelzen könnte als bislang befürchtet. Neun Tiere wurden mit Sendern ausgestattet, wie der Amerikanische Verband der Geophysiker (AGU) in Washington mitteilte.

See-Elefanten sind jetzt Forscher in der Antarktis

Ein See-Elefant trägt an seinem Kopf einen Sender, mit dem Daten über Salzgehalt, Temperatur und Tiefe des Wassers an Forscher übertragen werden. Foto: Lars Boehme

Die schwergewichtigen Helfer sammelten so rund um das Fimbul-Schelfeis im Osten der Antarktis neun Monate lang Daten über Salzgehalt, Temperatur und Tiefe des Wassers. Ergebnis: Das Wasser war zu dieser Zeit kälter, und das Eis schmolz weniger schnell als bisher in Modellen angenommen.

Das Norwegische Polar-Institut hatte die Daten ursprünglich im Rahmen einer meeresbiologischen Studie gesammelt. «Niemand hatte erwartet, dass die See-Elefanten (...) direkt zum Fimbul-Schelfeis schwimmen und dort den ganzen Winter über bleiben würden», sagte Wissenschaftler Tore Hattermann vom Institut. «Aber dieses Verhalten brachte uns eindrucksvolle und einzigartige Daten.»

Ähnliche Informationen etwa mit einem Forschungsschiff zu sammeln wäre den Wissenschaftlern zufolge enorm teuer und wegen des im Winter dicken Eises auch fast unmöglich gewesen. Das Forscher-Team um Hattermann kombinierte sie mit Daten aus mehreren Bohrungen. Die Experten veröffentlichten ihre Ergebnisse am Freitag in den «Geophysical Research Letters».

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