Seit 50 Jahren in eine andere Welt abgetaucht

Tauchsportgruppe Hellweg Unna

Dieses Gefühl, schwerelos zu sein – das ist es, was für viele Menschen das tauchen zu etwas Besonderem macht. Aber einfach eine Sauerstofflasche auf den Rücken schnallen und abtauchen – das geht nicht, ist sogar sehr gefährlich. Wer das tauchen genießen will, muss sich sicher fühlen. Und für diese Sicherheit sorgt seit fünf Jahrzehnten die Tauchsportgruppe Hellweg Unna (THU).

Unna

, 28.06.2018, 17:35 Uhr / Lesedauer: 2 min
Keine Haie, aber immerhin bis zu zwei Meter lange Störe: In Ibbenbüren sind Unnas Taucher im vergangenen Jahr in einen betauchbaren Teich gestiegen, um den Tieren nahe zu kommen.Privat

Keine Haie, aber immerhin bis zu zwei Meter lange Störe: In Ibbenbüren sind Unnas Taucher im vergangenen Jahr in einen betauchbaren Teich gestiegen, um den Tieren nahe zu kommen.Privat © Privat

Am 18. Mai 1968 wurde der Verein gegründet – in einer Zeit, als Tauchen noch kein Trend war. Seither haben viele Menschen – nicht nur aus Unna – das Tauchen im Verein gelernt. Zur Anwendung kommt dieses Können oft im Urlaub. „Es ist schade, dass viele Menschen den Tauchschein nur dafür machen“, sagt Matthias Große, seit 22 Jahren Erster Vorsitzender der THU und Übungsleiter.

Denn die Faszination, in eine fremde Welt abzutauchen, können die Menschen auch in der Region erleben – zumindest, wenn man die Region etwas weiter fasst als gewohnt. Regelmäßig unternehmen THU-Mitglieder nämlich gemeinsame Tauchtouren – vor allem zu den Stauseen im Sauerland.

„Wenn ein Mitglied uns einen anderen See empfiehlt, fahren wir aber auch mal dort hin“, sagt Rudolf Heywinkel, Beisitzer des Vereins. So nutzten die Taucher 2017 in Ibbenbüren die Gelegenheit, in einem riesigen Teich mit Stören tauchen zu können. Und in Hemmoor in Niedersachsen steigen die Taucher gerne in das Wasser eines Kreidesees. „Der bietet eine für Süßwasser hervorragende Sicht“, berichtet Heywinkel.

Die hilft auch, wenn die Taucher unter der Wasseroberfläche fotografieren. „Das ist unsere gemeinsame Leidenschaft“, sagen Große und Heywinkel wie aus einem Munde. Tatsächlich entstehen dabei tolle Bilder. Kameras sind auch unter Wasser leistungsfähig, zudem sind Unterwassergeräte deutlich günstiger als früher. Das ändert aber nichts daran, dass Tauchen ein vergleichsweise teurer Sport bleibt. 1500 bis 2000 Euro kostet eine komplette Ausrüstung – und viele Dinge braucht man von Anfang an.

Dabei findet das Training in der Schwimmhalle am Bergenkamp meist ohne Sauerstoffflaschen statt. Im Zentrum steht dann das Flossentauchen – auch über lange Distanzen. Tauchen lernen kann jeder. „Man muss aber eins werden können mit dem Element Wasser“, sagt Große. Die THU bietet Tauchkurse an, wann immer es genügend Interessenten gibt. Der Verein unterhält enge Kontakte mit Unnas Partnerstadt Döbeln. Und deswegen kommen zur Jubiläumsfeier am 7. Juli auch Gäste aus Sachsen.

www.tauchen-unna.de