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Angehörige besuchen neuen Stolperstein

Gedenken

70 Jahre ist es her, dass Margarete Höwische von den Nazis verhaftet wurde. Seit ein paar Wochen erinnert ein Stolerstein vor ihrem Haus Auf der Sagkuhl 10 daran. Jetzt hat ihr Enkel den Stolperstein besucht.

SELM

von Von Theo Wolters

, 27.06.2012
Angehörige besuchen neuen Stolperstein

Karl Domgörgen und seine Frau Hildegard zündeten eine Kerze an und legten eine Rose an dem Haus nieder, wo die Großmutter von Karl Domgörgen gewohnt hat.

„Ich habe meine Großmutter im Jahr 1951 besucht. Es waren drei intensive Wochen mit ihr“, sagt Karl Domgörgen. Großmutter Margarete Höwische lebte im den Haus Auf der Sagkuhl 10. Vor einigen Wochen hatte Gunter Demnig einen Stolperstein vor das Haus auf Initiative von Karl Domgörgen gelegt. Nun war Karl Domgörgen mit seiner Frau Hildegard, sie wohnen in Bergheim, wieder einmal in Selm. Vor dem Haus legten sie eine Rose nieder, zündeten eine Kerze an.

 „Es waren schöne Wochen bei meiner Großmutter“, so der 69-Jährige. Er könnne sich auch noch gut an das Baden in der Funne erinnern. Denn damals gab es an der Funne eine kleine Badeanstalt. Margarete Höwische wurde 1885 geboren. Am 15. November 1942 wurde sie von den Nazis verhaftet. „Meine Großmutter wollte sich nicht an einer Lumpensammlung beteiligen“, erzählt Karl Domgörgen. Und ein Nachbar muss sie wohl bei den Nazis angezeigt haben. 

Seine Großmutter wurde nach dem so genannten „Heimtückegesetz“ der Nationalsozialisten wegen ihrer politischen Einstellung verurteilt. Am 13. November 1943 wurde sie aus der Haft entlassen. Domgörgen: „Meine Großmutter hat sich von der Haftzeit im Gefängnis Benninghausen nie mehr richtig erholt.“ Sie starb im Jahr 1956. Nach dem dreiwöchigen Besuch 1951 bei seiner Großmutter war Karl Domgörgen dann nun noch einige Male zu einem Kurzbesuch in Selm.

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