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Ausstellung der Künstlerin Rita Heimink im Amtshaus

SELM "Ich bin ein Mensch, der gerne Neues ausprobiert", sagt Rita Heimink. Damit meint sie nicht nur die abstrakten Motive ihrer Acrylbilder, sondern auch die Art und Weise, wie sie Farben auf die Leinwand bringt. Denn ihre künstlerischen Werkzeuge sind nicht nur Pinsel, sondern auch Anstreicherrollen, Schwämme oder Tücher.

von Von Matthias Münch

, 11.12.2007
Ausstellung der Künstlerin Rita Heimink im Amtshaus

Rita Heimink erklärt Bürgermeister Jörg Hußmann, eines ihrer Werke.

Um plastische Struktur in ein Bild zu bekommen, verwendet sie nicht nur dicke Paste, sondern mischt auch schon mal eine Hand voll Sand darunter. Dabei entstehen Werke, die die verschiedensten Assoziationen beim Betrachter hervorrufen - von der Wolkenkratzer-Silhouette bis zur Flusslandschaft.

So erging es auch Bürgermeister Jörg Hußmann, der eine Ausstellung mit Werken von Rita Heimink am Montag in der Galerie des Borker Amtshauses eröffnete und die Künstlerin dabei vorstellte: Sie wurde 1953 in Lünen geboren, wohnte von 2001 bis 2007 in Cappenberg und zog vor einigen Wochen zu ihrer Tochter nach Nohfelden im Saarland.

Zeigt den Beginn eines neuen Lebensabschnitts

"Ihre erste Ausstellung überhaupt zeigt Rita Heimink ausgerechnet am Beginn eines neuen Lebensabschnitts, als sie die Stadt gerade verlassen hat. Das passt ins Bild. Denn die Ausstellung trägt den Titel "Lebens-Farben". Alle im Amtshaus hängenden Bilder entstanden nach dem Tod ihres Mannes im Jahr 1999.

In den ersten Werken dominieren dunkle Töne der Trauer und der Verarbeitung des Schmerzes. Später werden die Werke heller, froher. "Aber auch in den dunklen Bildern sind die hellen Farben immer mit enthalten. Denn den Lebensmut habe ich nie verloren", erklärt die Künstlerin. Mit ihren Bildern drückt sie Gefühle in verschiedenen Lebenssituationen aus: Wege, Grenzen, Zwischen-Zeiten, Gegensätze, Augen-Blicke.

Technik selbst angeeignet

Nicht alle Werke sind komplett abstrakt. So kommt es vor, dass Rita Heimink den Kopf von Joschka Fischer nach einer Fernsehdiskussion auf Leinwand festgehalten hat. Zu erkennen ist der Ex-Außenminister auf dem Bild allerdings nicht.

Einen Kurs oder gar eine künstlerische Ausbildung hat Rita Heimink nie absolviert. Die Technik ihrer Malerei habe sie sich selbst angeeignet, sagt sie und betont: "Das Ergebnis ist oft Zufall - und doch gewollt!?"

 Die Bilder sind bis zum 2. Februar 2008 während der Öffnungszeiten des Amtshauses zu sehen. Kontakt: rita.heimink@web.de, Tel. (0170) 8079114.

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