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Beim Zirkus Verona hinter die Kulissen geschaut

SELM Jede Menge LKW und Wohnwagen stehen auf dem Gelände hinter der Selmer Kartbahn. In der Mitte ist die große Zeltplane gespannt. Ein leichter Stallgeruch schwebt über dem Gelände - Zirkusluft!

von Von Stefanie Brüning

, 08.08.2008

Nicht Löwengebrüll, aber immerhin das laute Bellen der Jack-Russell-Terrier kündigt unseren Besuch an. Hinter den Wagen ist Josef Tränkler gerade dabei, einen Zaun für die Pferde- und Kamelgehege zu spannen. Unterstützt wird er tatkräftig von seinen Neffen Tailo (5) und Florian (7). "Ohne die läuft hier nichts!", meint der 32-jährige Zirkusdirektor, und ruft: "Halt das Seil mal straffer!"Zahme Tiere streicheln

Bei einem Blick in den überdachten Zelt-Stall recken sich uns neugierige Köpfe von Ziegen, Kamelen, Lamas und jeder Menge Pferden entgegen und begrüßen uns lautstark. Auch Kaninchen und Gänse sind dabei. Tränkler betont, dass sich jeder gerne in der Pause oder nach der Vorstellung selbst ein Bild von der tiergerechten Haltung machen und die zahmen Tiere streicheln darf.

Und schon kommt uns eine schwarz-weiße Ziege entgegen. "Das ist Lisa, sie lässt sich nicht gerne anbinden", erklärt Josef Tränkler den Freiheitsdrang der eigenwilligen Ziegendame.

"Die Tiere fühlen sich wohl. Das merkt man auch daran, dass sie sich vermehren", sagt der Direktor und zeigt auf die kleinen Kaninchen-Babys. Besonders stolz ist er auf den zwölf Monate alten Kamelnachwuchs "Mogli", der seine Taufe in der Manege erlebte. Taufe des kleinen Kamelbullen Bei dieser Zeremonie wurde der kleine Kamelbulle in die mit Kerzen beleuchtete Manege geführt, unter Beistand zweier Paten aus dem Publikum dreimal mit Sekt begossen und damit in die große Zirkusfamilie aufgenommen.Zur Zeit geht es bei den Reisen hauptsächlich durch NRW, damit die Kinder in die mobile Zirkus-Schule gehen können. Aber sie werden auch schon an die Manegen-Welt herangeführt. "Darf ich bald mal wieder "Peppino" sein?", fragt Florian, der sich mit den anderen Kindern beim Auftritt mit den Clowns Beppo, Spaghetti und Alfredo abwechselt, die bei einem Zirkus natürlich auch nicht fehlen dürfen.Ein Wochenende mit Artistik

Die Atmosphäre am Dienstagnachmittag in Selm ist entspannt. Die meisten der 38 Zirkusleute sind unterwegs, um schon für die nächste Vorstellung in Datteln zu werben. "Wer nicht wirbt, der stirbt", meint Josef Tränkler zur nicht immer einfachen Wirtschaftslage eines Zirkus. Die Aufbau-Crew macht sich derweil daran, die Gerüste für die Sitzbänke aufzustellen.

Auf der Musikbühne steht das Schlagzeug für den Trommelwirbel bereit. "Bis 9 Uhr heute Abend wird's wohl dauern", heißt es zum Stand des Aufbaus. Dann ist alles bereit für ein Wochenende mit Artistik in und über der Manege.

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