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Darf die Stadt bald selbst blitzen?

Geschwindigkeitskontrolle

Seit Kurzem steht ein Geschwindigkeitsdisplay am Beifanger Weg. Das zeigt an, wenn jemand zu schnell fährt. Doch die Stadt Selm hat noch größere Pläne.

Selm

, 05.09.2018
Darf die Stadt bald selbst blitzen?

„Tempo runter“ – das zeigt das Geschwindigkeitsdisplay an, wenn jemand zu schnell fährt. Bürgermeister Mario Löhr und Alexandra Rohmann (Stadt Selm) sahen sich vor Ort an, wie das funktioniert. © FOTO:CAROLIN WEST

„Bitte langsam“ steht über dem mobilen Geschwindigkeitsdisplay, das seit Kurzem am Beifanger Weg steht. „Tempo runter“ oder „Vielen Dank“ zeigt es an, wenn jemand zu schnell oder genau richtig fährt. „Es gab vermehrt Beschwerden, dass hier zu schnell gefahren wird“, erklärt Alexandra Rohmann von der Stadt Selm, warum das Display ausgerechnet an dieser Stelle aufgestellt wurde.

30 km/h sind dort erlaubt, doch daran hält sich kaum jemand, wie Anwohner bei einem Ortstermin am Dienstag sagen. Nun hoffe die Stadt auf den erzieherischen Effekt der digitalen Anzeige, so Alexandra Rohmann. „Aber das Gerät speichert Daten.“ So könne ausgewertet werden, wie oft „Tempo runter“ angezeigt wurde – und wie viele Raser tatsächlich den Weg passieren.

Blitzen bislang verboten

Bislang sind solche Geräte die einzige Möglichkeit der Stadt, die Geschwindigkeit zu kontrollieren. Blitzen dürfen nur Polizei und Kreis. Das könnte sich aber bald ändern. „Unser Ziel ist es, zukünftig selbst zu blitzen“, erzählt Bürgermeister Mario Löhr. „Sobald die Rechtssprechung es zulässt, werden wir das umsetzen. Das wird Teil des Haushaltes 2019/20 sein.“ Geblitzt werden könnte dann vielleicht schon im nächsten Jahr.

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