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Die Entwicklung des Löschzugs Selm seit 1910

Jubiläum der Feuerwehr

SELM Die „Satzung der freiwilligen Feuerwehr zu Selm“ wurde am 15. November 1910 vom Landrat genehmigt. Der Löschzug wird also 100 Jahre alt. Über die Geschichte der Selmer Feuerwehr berichten wir an Hand der Jubiläums-Chronik in einer Serie.

10.08.2010

1934 wurde Arnold Klück erster Brandmeister, sein Stellvertreter wurde Heinrich Adler. In diesem Jahr wurde eine Sirene auf dem Gerätehaus installiert. Die Kosten betrugen damals 526 Reichsmark.

Da war aber schon die dunkle Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft in Deutschland angebrochen mit ihrer völligen Gleichschaltung des politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Lebens. Dies blieb auch für die Feuerwehr nicht ohne Folgen. Im Polizeibezirk Bork wurden die einzelnen Wehren zusammengefasst und einem Amtswehrführer unterstellt. Die Wehr in Selm erhielt die Bezeichnung Löschzug V. Am 19. Mai 1935 feierte die Feuerwehr ihr 25-jähriges Bestehen in der Gaststätte Krevert-Holle. Im Jahr 1937 zählte der Löschzug V Selm 51 aktive, elf passive und zehn Ehrenmitglieder. Es gab in Selm-Dorf 23 Hydranten, in Selm-Beifang 16, in Ternsche fünf und in Ondrup einen. Die im Jahr 1940 anstehende Feier zum 30-jährigen Bestehen der Wehr fiel wegen des Krieges aus. 1940 verstarb Arnold Klück.

Franz Forsthövel wurde Löschzugführer und stand vor einer schwierigen und verantwortungsvollen Aufgabe, die durch den zweiten Weltkrieg noch erschwert wurde. Da auch in Selm mit Bombenabwürfen zu rechnen war, mussten ständige Nachtwachen eingerichtet werden. Die durch den Wehrdienst entstandenen Lücken konnten nur notdürftig aufgefüllt werden, sodass diese durch dienstverpflichtete HJ-Feuerwehrleute und weibliches Hilfspersonal geschlossen wurden. Das stellte den Löschzug vor eine schwierige Aufgabe, durch ständige Schulungen die Einsatzbereitschaft seiner Männer und Frauen sicherzustellen. Hierzu kamen die kriegsbedingten überörtlichen Einsätze in fast allen Großstädten des Ruhrgebietes. Es wurden etwa 26 Großeinsätze geleistet in Essen, Dortmund, Bochum, Mühlheim, Oberhausen, Duisburg, Marl-Hüls und anderen Großstädten.

Im Jahr 1942 wurde ein leichtes Löschgruppenfahrzeug (L.L.G. 800) beschafft. Am 13. Juni 1943 fielen Brandbomben auf Selm und lösten einen Großeinsatz der Feuerwehr aus. Die Gebäude des Gesellenhauses (Gastwirt Surholt), die Bäckerei Walter sowie die Häuser von Heinrich Overmann, Anton Böder und Fred Surholt standen im Vollbrand.   Nach einem langen Einsatz gelang es der Feuerwehr, die Brände zu bekämpfen und Teile der Gebäude zu retten. Im 2. Weltkrieg fielen 13 Kameraden des Löschzuges und sieben gelten als vermisst. Durch Bombenangriffe auf Dortmund wurden die Kameraden Heinrich Adler und Johann Hartmann getötet.

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