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Edeka Markt an der Breiten Straße schließt doch nicht

Der „kleine Edeka“ bleibt

Im Juli wurde aus Gerüchten Gewissheit: Edeka kündigte zum Jahresende die Schließung des Marktes im Dorf an der Breiten Straße an. Die Jobs von 25 Mitarbeitern standen auf der Kippe – und die Möglichkeit besonders für Ältere, zu Fuß einkaufen gehen zu können. Nun bestätigt Edeka die gute Nachricht: Der Markt bleibt doch erhalten.

SELM

, 20.10.2016
Edeka Markt an der Breiten Straße schließt doch nicht

Der „kleine Edeka“ an der Breiten Straße schließt nun doch nicht.

Die Schließung zum Jahresende ist vom Tisch. Schon im August und September hatte es Gespräche zwischen dem Unternehmen und dem Vermieter gegeben, wie der Markt doch noch erhalten werden könnte. Nun hat man sich geeinigt, bestätigte gestern Stephan Steves, Geschäftsführer der Edeka Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr.

Das sei erfreulich für die Kunden und auch für die Mitarbeiter, so Steves. Was den Ausschlag gab, den „kleinen Edeka“, wie der Markt im Gegensatz zu dem Markt an der Burg Botzlar genannt wird, doch zu erhalten, erklärt Steves nicht ausführlicher. Nur so viel: „Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind so gestaltet worden, dass der Kaufmann den Markt weiterführt“, so Steves.

Es gab zähe Verhandlungen 

Die Verhandlungen seien recht zäh gewesen, sagt der Vermieter der Immobilie an der Breiten Straß. Aber beide Seiten hätten ein Interesse am Erhalt des Marktes gehabt und so habe man sich schließlich auf einander zubewegt.

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Der Kaufmann, das ist Martin Humpert. Er führt den 900 Quadratmeter großen Laden seit fünf Jahren. Er hat von der Einigung der Edeka Handelsgesellschaft mit dem Vermieter gehört und wartet nun noch auf seinen neuen Untermietvertrag. Erleichtert ist der 57-Jährige allemal. „Wir sind hier alle begeistert“, sagt Humpert.

Neue Mitarbeiter gesucht

Ein neues großes Problem hat Humpert nun aber doch: „Ich suche händeringend nach neuen Mitarbeitern.“ Und zwar in fast allen Bereichen: Im Verkauf, an der Kasse und an der Fleischtheke sei im Moment nur eine Rumpfbesetzung im Einsatz, so Humpert. Viele Mitarbeiter hatten sich nach der Ankündigung der Schließung nach neuen Jobs umgesehen und wegbeworben. Acht bis zehn Stellen von den ursprünglich 25 seien nun frei. „Die würde ich auch gerne wieder besetzen“, sagt Humpert.

Edeka hatte nach der Schließungsankündigung im Juli Fristen einhalten müssen. Der Mietvertrag für das Gebäude war gekündigt worden und auch das Gewerbe hatte Martin Humpert schon abgemeldet. Da hatte er seinen Mitarbeitern auch keine Steine in den Weg gelegt, als diese sich wegbeworben hatten, sagt Humpert. Schließlich habe man nicht wissen können, ob die Gespräche zum Erhalt des „kleinen Edekas“ führen würden oder nicht.

Nun suche er besonders nach Kräften für die Fleischtheke. Fachverkäufer in dem Bereich seien auf dem Arbeitsmarkt rar gesät und besonders schwer zu finden, sagt Martin Humpert. Die Freude, dass es im Dorf in dem Lebensmittelmarkt weiter geht, überwiegt aber. Bei den Kunden erst recht.

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