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Es gibt Ärger im Cappenberger Flüchtlingsheim

Drei Bewohner verbreiten Angst

Drei Männer sorgen in der Flüchtlingsunterkunft am Kohuesholz in Cappenberg immer wieder für Unfrieden und Angst. Sowohl bei den Bewohnern, als auch bei den ehrenamtlichen Helfern vom Verein Hand in Hand. Das geht sogar so weit, dass sich Flüchtlingshelfer seit vergangener Woche weigern, die Unterkunft zu betreten.

CAPPENBERG

, 31.10.2016
Es gibt Ärger im Cappenberger Flüchtlingsheim

In der Flüchtlingsunterkunft am Kohuesholz sorgen drei Bewohner für Unmut.

„Am 24. August hatten wir die Stadt über einige Vorgänge unterrichtet“, blickt Holger Langer, Vorsitzender vom Verein Hand in Hand, zurück. Am 1. September habe die Stadt einen Auszug der problematischen Bewohner bis zum 9. September vereinbart. Dann sei lange nichts passiert.

Erst eine erneute Eskalation am Montag vergangener Woche – Augenzeugen sprechen gegenüber unserer Redaktion von Mord- und Selbstmorddrohungen – habe erneut die Dringlichkeit unterstrichen. Dennoch seien die drei Bewohner, die für Unfrieden sorgen, auch an diesem Montag (31.10.) noch dagewesen. 

"Bei der Unterstützung hapert es schon mal"

Beigeordnete Sylvia Engemann hatte das anders geplant. Nachdem Vertreter von „Hand in Hand“ sie am Dienstag vergangener Woche am Rande des runden Tisches – ein Gesprächsforum von Vertretern der Stadt, der Vereine und der Polizei – auf das schwelende Problem angesprochen hatten, habe sie sofort veranlasst, dass der Kopf der störenden Dreiergruppe in eine andere Unterkunft ausziehen muss. Das sollte am Donnerstag erfolgen – ohne Erfolg.

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„Es ist uns wichtig, dass die Ehrenamtlichen gut arbeiten können“, so Engemann. Das höre er öfter, sagt Vorsitzender Holger Langer. „Die Stadt Selm weist häufig auf die Wichtigkeit von ehrenamtlichem Engagement hin. Bei der Unterstützung hingegen hapert es schon mal.“

Die Aktiven wollten „ernst genommen werden und nicht als kostenlose Arbeitskräfte angesehen werden.“ Dazu gehöre es auch, dass nach Hinweisen kurzfristig Abhilfe geschaffen werde. Wann die Flüchtlingshelfer wieder im Haus Deutschunterricht und Beratung anbieten? „Erst muss das Problem gelöst sein", so Langer.

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