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Johannes Loer gewinnt red dot award 2011

Nachruf auf Weidemann

Was für die Schauspieler der Oscar, ist für Designer der "red dot award". Johannes Loer aus Bork hat den "red dot design award“ mit seinem Nachruf auf Professor Kurt Weidemann erhalten. Er wird den Preis am Freitag in Berlin in Empfang nehmen.

BORK

von Von Antje Pflips

, 06.10.2011

Der höchste Preis im Kommunikationsdesign. Für Johannes Loer ist es bereits der zweite Designerpreis. Nach seinem Studium vor zwei Jahren machte er sich mit einer eigenen „Gedankenschmiede“ selbstständig und wurde bereits zweimal mit dem ersten Preis im Designbereich dotiert.

„Das ist doch eine sehr gute Bilanz“, meinte Loer lachend. Unter 6500 Einsendungen aus vierzig Ländern konnte er sich behaupten. Der Preis wird in zwölf verschiedenen Kategorien vergeben. Besonders freut es ihn, dass er sich gegen renommierte, große Designerfabriken als „Einzelkämpfer“ durchsetzen konnte. Doch wie ist es zu seinem preisgekrönten Nachruf gekommen? Am 30. März verstarb Professor Kurt Weidemann, der „Design-Guru“ schlechthin und allen Branchenkennern bekannt. Für Loer kam ein Nachruf in Schriftform nicht in Frage, er wollte kreativ werden. Und schon bald kombinierte er das Erkennungszeichen des Professors, den Hut, mit denen anderer Hutträger.Dazu fielen ihm Joseph Beuys und Indiana Jones ein. „Das ist eine Staffelung des Bekanntheitsgrades“, so Loer. Indiana Jones, Joseph Beuys und Kurt Weidemann. Eine erste Skizze zeigte Loer seinem Freund und Illustrator Mathias Kronenberger, der ein wenig am Layout feilte.

Kurzerhand reichte er das fertige Werk "Die Liga der wahrhaft außergewöhnlichen Gentlemen" ein. „Ich dachte mir, ich kann nur gewinnen oder werde ausgeschlossen“, sagte Loer. Sekt oder Selters, das war ihm klar. Das Risiko ging er ein und hat gewonnen. „Das zeigt doch, wie kreativ und erfolgreich Selmer Freischaffende sind“, bemerkte Wolfgang Möller. Das fertige Plakat hängt in seiner Buchhandlung, Ludgeristraße 85 aus.

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