Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Kein Personalabbau am Marienhospital in Lüdinghausen

SELM/LÜDINGHAUSEN Die neue geriatrische Abteilung am St. Marienhospital ist gesichert, es bleibt aber bei der Schließung der Gynäkologie und Geburtshilfe zum 31. März. Nach Überlegungen der Leitung der vestischen Kliniken könnte es aber ein Geburtshaus in Lüdinghausen geben?

von Von Theo Wolters

, 21.12.2007
Kein Personalabbau am Marienhospital in Lüdinghausen

Die Entbindung in Geburtshäusern erfolgt in gemütlicher Umgebung.

Die Schließung zum 31. März steht fest. Früher wird dies wohl auch nicht geschehen, denn für den 24. März ist noch ein Kaiserschnitt terminiert. Der neue Krankenhausverbund möchte die werdenden Mütter in Lüdinghausen und Umgebung aber nicht im Stich lassen.

 "Wir wollen alle Angebote vor und nach einer Geburt hier am Krankenhaus weiterführen", so Heinz Rüter, Geschäftsführer der Vestsichen Kliniken. "Wir überlegen auch, ob wir nicht ein Geburtshaus in Lüdinghausen hinbekommen können." Räumlichkeiten könnten im Krankenhaus zur Verfügung gestellt werden.

Ein Geburtshaus von Hebammen betrieben

"So ein Geburtshaus muss aber von Hebammen betrieben werden." Man führe zurzeit Gespräche. Eine ärztliche Begleitung werde das Krankenhaus aber nicht leisten können. Zehn bis 15 Prozent der Geburten wären in einem Geburtshaus ohne ärztliche Begleitung möglich.

Vertreter der neuen Gesellschafter betonten in einem Pressegespräch auch erneut, man wolle allen jetzigen Mitarbeitern der Geburtshilfe und Gynäkologie eine Perspektive bieten. "Es haben schon Gespräche stattgefunden", so Franziskus-Geschäftsführer Burkhard Nolte. "Wir bieten den Pflegekräften auch die Möglichkeit, einmal in einer geriatrischen Abteilung zu hospitieren."

Dann könnten sie feststellen, ob diese Arbeit die richtige sei. "Möglichkeiten bestehen auch in anderen Häusern unseres Krankenhausverbunds. Die Mitarbeiter können dann halt nicht mehr mit dem Rad zur Arbeit fahren.

Personal muss vielleicht aufgestockt werden

Einen Personalabbau wird es am St. Marienhospital nicht geben. "Ich denke eher, dass wir in Zukunft sogar aufstocken müssen", blickt Burkhard Nolte zuversichtlich in die Zukunft.

Zur Aufgabe von Burkhard Nolte, er wohnt in Lüdinghausen, wird demnächst auch die Geschäftsführung am St. Marienhospital gehören. "In der ersten Zeit werde ich sicherlich die meiste Zeit in Lüdinghausen verbringen." Denn es müsste die neue Abteilung aufgebaut werden. "Wir haben in den letzten Wochen bereits Gespräche mit möglichen Mitarbeitern geführt. Doch erst jetzt können wir auch Unterschriften unter Verträge setzen", freut sich Burkhard Nolte über die nun bestehende Klarheit.

Lesen Sie jetzt