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König Thomas blickt auf bewegte Jahre zurück

Schützenfest im Dorf

Mit dem Vogelschießen am Sonntag ermittelt die Schützenbruderschaft St. Fabian und Sebastian einen neuen Schützenkönig. Der amtierende Regent, Thomas Kowalewski, sprach mit RN-Mitarbeiter Malte Bock über drei bewegte Jahre. In diese Zeit fiel auch der Tod seiner Königin und Lebensgefährtin Nadine Engelhardt.

SELM

19.08.2010
König Thomas blickt auf bewegte Jahre zurück

Das stimmt. Ich bin 2001 dem Schützenverein beigetreten und gehöre einem 2005 gegründeten Kegelclub namens Selm am Bahnhof an. Wir sind elf Schützenbrüder, die rings um den Bahnhof wohnen. In diesem Kreis ist die Idee geboren worden, aus unserer Mitte den Schützenkönig zu stellen.  

Wir hatten eigentlich nicht das Ziel zu schießen, hatten sogar T-Shirts mit der Aufschrift ’Wir schießen Herberts Vogel nicht kaputt‘ bedruckt. Doch am Vorabend des Schießens ist mit Ralf Irmer und Christian Medding aus einer Laune heraus die Absicht entstanden, doch zu schießen.

Aus heutiger Sicht genau richtig, ich habe zu keiner Sekunde etwas bereut.

Ich habe ja selber nicht damit gerechnet, Schützenkönig zu werden. Ich hatte auch nichts vorbereitet. Man kannte mich nicht, man kannte meine Königin nicht. Sie war schließlich an dem Wochenende das erste Mal überhaupt in Selm. Befürchtungen waren sicherlich da, aber ich denke, dass wir allen das Gegenteil bewiesen haben.  

Es herrschte extrem große Betroffenheit. Nadine ist in aller Herzen. Sie sagte mir noch, dass die drei Jahre mit die schönsten in ihrem Leben gehören.

Meine besten Freunde - aber auch der Schützenverein ist sehr pietätvoll mit Nadines Tod umgegangen, wofür ich sehr dankbar bin.

Ich empfinde die Schuldigkeit, Pflicht und Dankbarkeit und möchte deshalb diese Regentschaft zu Ende zu führen. Ich habe mich daher entschieden, das Fest mitzugestalten, was auch in Nadines gewesen wäre.

Dass er seine Regentschaft unbeschwert genießen soll und genauso wie ich zurückblicken und sagen kann, dass er keine Sekunde bereut hat. 

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