Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Macht neue Barriere Radfahrer unvorsichtig?

SELM Vor zwei Monaten veränderte die Stadt die Barriere zur Münsterlandstraße im Bereich des Pumpenhäuschens. Leser Ludger Jäger meint, dies sei ein Schildbürgerstreich, da sich nun die Radfahrer wieder "durchschlängeln" könnten. Liegt hier auch die Ursache für den schweren Unfall vor einigen Tagen?

von Von Arne Niehörster

, 10.12.2007
Macht neue Barriere Radfahrer unvorsichtig?

Die neue Fahrradbarriere an der Münsterlandstraße.

Beim Überqueren der Münsterlandstraße ist vor einigen Tagen ein Radfahrer von einem Auto erfasst und schwer verletzt worden (wir berichteten). Ein Bürger fordert jetzt die Errichtung einer neuen Barriere.

Alte Sperre zwang zum Absteigen

„Vor mehr als 40 Jahren kam es genau an dieser Stelle zu einem tödlichen Unfall mit einem jugendlichen Radfahrer“, sagt RN-Leser Ludger Jäger. Daraufhin habe die Stadt eine Sperre errichtet, die jeden Radfahrer dazu zwang, vor der Überquerung der Münsterlandstraße abzusteigen und zu schieben.

Vor einigen Monaten sei diese Barriere allerdings so verändert worden, dass jeder Radfahrer sich ohne Abbremsen „durchschlängeln“ kann. Jäger: „Das ist für mich ein Schildbürgerstreich.“ Die Sperre zeige keinerlei Wirkung, er fordert deswegen die Errichtung einer neuen Barriere, die Radfahrer zum Absteigen zwingt. „Nur so können weitere vorhersehbare Unfälle verhindert werden.“

Umbau auf Empfehlung des Arbeitskreises Radfahrer

Lothar Unrast, stellvertretender Leiter der Stadtbetriebe, bestätigt den Umbau der Sperre. „Allerdings bezweifle ich mit Nachdruck, dass der Radfahrer zu Schaden gekommen ist, weil die Barriere nicht mehr zum Absteigen zwingt“, so Unrast. Schließlich sei der verunglückte Radfahrer von der Münsterlandstraße links zu der Barriere abgebogen. Der Umbau der Sperre sei auf Empfehlung des Kreises Unna und dem Arbeitskreis Radfahrer durchgeführt worden.

Unrast: „Und der Seniorenbeirat Selm hat uns gebeten, die Sperre für Rollstuhlfahrer einfacher passierbar zu machen. Dem sind wir vor zwei Monaten nachgekommen.“ Die Barriere solle damit Autos die Durchfahrt versperren und eine Signalwirkung haben

Lesen Sie jetzt