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Mario Löhr ist neuer Bürgermeister von Selm

Kommunalwahl

SELM Ehefrau Silvia hatte Tränen in den Augen, doch Mario Löhr wirkte nach dem klaren Sieg recht gefasst. Mit 41,4 Prozent setzte sich der SPD-Kandidat deutlich gegen seine Mitbewerber durch.

30.08.2009
Mario Löhr ist neuer Bürgermeister von Selm

Der neue Bürgermeister Mario Löhr nimmt die Glückwünsche seiner Ehefrau Silvia entgegen.

CDU-Kandidat Herbert Krusel erreichte 31,2 Prozent, Hubert Seier von der UWG brachte es auf 22,8 Prozent. Klaus Schmidtmann von der FDP erzielte 4,6 Prozent.

Um 20.30 Uhr stand das Endergebnis fest, doch die Anhänger der SPD jubelten schon ab 19.45 Uhr. Denn nach der Bekanntgabe der ersten Ergebnisse aus den Wahlbezirken war schon eine klare Tendenz zu erkennen. Mario Löhr durfte nach seinem Sieg viele Hände schütteln. Allen versprach er, nun seine ganze Kraft für die Stadt Selm einzusetzen. „Selm kann mehr, dies möchte ich mit allen gemeinsam zeigen“, so der neue Bürgermeister. Hubert Seier gab die Wahl recht schnell verloren. Als er in den ersten beiden Wahlbezirken nur um rund 20 Prozent erreichte sagte er bereits: „Die Wahl ist für mich gelaufen.“ Auch CDU-Kandidat Herbert Krusel und seine Parteifreunde erkannten recht früh, dass die Wahl verloren ist. In einigen Wahlbezirken lag Herbert Krusel sogar hinter Hubert Seier. So war es für die CDU kein angenehmer Wahlabend im Bürgerhaus.

Die CDU konnte aber nicht nur ihren Bürgermeister-Kandidaten nicht ins Ziel bringen, sondern erlitt auch bei den Ratswahlen eine herbe Schlappe. Sie verlor die absolute Mehrheit, ist nun nur noch zweitstärkste Fraktion. Während die SPD um fünf Prozent auf 36,3 zulegte, verlor die CDU 12,1 Prozent und erreichte nur noch 35,1 Prozent. Das schlechteste Ergebnis der CDU in Selm seit vielen Jahren. Einige langjährige Ratsherren wie Wolfgang Völxen werden dem Rat nun nicht mehr angehören. Auch der Selmer Ortsunion-Vorsitzende Michael-Franz Knobloch gehört dem Rat nicht mehr an. Ein Wahlsieger ist auch die UWG. Sie gewann 1,7 Prozent hinzu, muss aber aufgrund der Ratsverkleinerung einen Sitz abgeben. Zulegen um 1,1 Prozent konnte auch die FDP und hat nur bei zwei Sitzen den ersehnten Fraktionsstatus. FDP-Vorsitzender Thomas Staschat jubelte, auch wenn er sich noch etwas mehr ausgerechnet hatte. „Nun können wir auch Anträge stellen“, so der FDP-Chef. Die Linken erzielten 4,4 Prozent und sind mit ihrem Kreissprecher Werner Sell im Rat vertreten.  

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