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Martin-Kindergarten in Selm hat die neue Gruppe in einem Container untergebracht

Kindergärten

Seit August hat der St.-Martin-Kindergarten eine neue Gruppe: die Marienkäfer. Da es im Gebäude aber nicht genug Platz gibt, ist diese in einem Container untergebracht.

Selm

, 29.08.2018
Martin-Kindergarten in Selm hat die neue Gruppe in einem Container untergebracht

Seit August gibt es in der Kita St. Martin eine neue Gruppe, die Marienkäfergruppe. Die ist in einem Container untergebracht.Michelt © Viktoria Michelt

Von außen sieht es eher trist aus, weiß, kahl und nicht kinderfreundlich. Doch das ändert sich, sobald man in den Container hineingeht. Da ist alles hell und überall sind Spielsachen. Eine normale Kindergartengruppe, die aber eben doch in eher außergewöhnlichen Räumlichkeiten untergebracht ist.

Seit dem 6. August steht dieser zusätzliche Container schon auf dem Gelände der Kindertagesstätte St.-Martin. Seit dem 13. August ist er auch eingerichtet und die Kinder spielen seitdem darin. Denn mit dem Container hat sich die St.-Martin-Kita erweitert, von zwei auf drei Gruppen.

35 neue Kita-Plätze waren notwendig

Bei der Stadt bestand kürzlich die Notwendigkeit, 35 neue Kita-Plätze zu schaffen: 25 davon sind nun durch den Container in der St.-Martin-Kita entstanden. Ursprünglich wurde diese Kita ausgesucht, weil sie logistisch gut liegt: Nah an einem Wohnbaugebiet mit einer großen Außenfläche, die viel Platz für den Container bietet. „Die zentrale Lage mitten im Ortsteil Selm ist ideal, um die Bedarfe des Wohnumfeldes, in dem eine hohe Anzahl an Familien mit Kita-Kindern lebt, abzudecken. Damit besteht eine gute Erreichbarkeit für Eltern, die Wege sind kurz“, heißt es von der Stadt Selm auf Anfrage dieser Redaktion.

Martin-Kindergarten in Selm hat die neue Gruppe in einem Container untergebracht

Die Kinder und die Betreuuer fühlen sich wohl in dem neuen Container. © Viktoria Michelt

Natürlich habe der Spielplatz draußen gelitten, die Rutsche, die zuvor auf dem Platz des Containers stand, musste weichen. „Wir nennen den Ort aber lieber einfach Gruppe, das Wort Container, das klingt so negativ“, erklärt Kita-Leitung Martina Martini. Schließlich sei jeder in der Kita mit den rund 80 Quadratmetern Spielfläche sehr zufrieden. Er besteht aus einem großen Gruppenraum und einem Nebenraum mit Bauspielplatz, Rollenspielecke, Leseecke und Kreativbereich. „Wir haben gedacht, es wäre viel dunkler, aber es ist tatsächlich relativ hell und freundlich.“

Spannend und neu für die Kinder

Das wirkt sich auch auf die Kinder aus. Vielen gefällt es gut, im Moment ist schließlich alles noch spannend und neu. Selbst dem sonst so beliebten Draußen-Spielen würden die Kinder den Container vorziehen. Der Container sei aber nicht nur für die, die neu dazugekommen sind, sondern für alle Kinder. Die können frei zwischen den Gruppen laufen. „Da ist keiner isoliert“, meint Martini.

Und noch einen positiven Aspekt hat der Container. „Das ist wie eine Oase“, erklärt Pia Althoff, Verbundleitung der Kitas St. Ludger. „Das entzerrt den Kindergartenalltag ein wenig und gibt den Kindern so einen kleinen Rückzugs- und Ruheort, wo sie zum Beispiel ungestört basteln oder lesen können.“

Beginn der Bauarbeiten steht schon fest

In der Marienkäfergruppe sind neben den 25 Ü-3-Kindern auch drei Erzieher und eine Jahrespraktikantin. Und auch die finden den Container gut: „Wir haben den selbst eingerichtet und fühlen uns hier wohl“, erklären Erzieher Christoph Zerek und Jana-Julie Prumesberger, die Jahrespraktikantin. „Natürlich ist der von außen nicht so schön, aber wenn man drinnen ist, fällt gar nicht auf, dass das ein Container ist. Außerdem ist er größer als die anderen Gruppen.“

Voraussichtlich 2020 soll der Container dann nicht mehr nötig sein, wie die Stadt Selm mitteilt. „Wegen der gestiegenen Bedarfe an Kitaplätzen ist ein dauerhafter Anbau für eine Gruppe Typ III (25 Plätze) vorgesehen. Da die Umsetzung eines Bauvorhabens Zeit in Anspruch nimmt, soll mit dem Container der kurzfristig bereits jetzt bestehende Platzbedarf sichergestellt werden“, erklärt Stadt-Mitarbeiter Norbert Zolda. Die Bauarbeiten sollen 2019 beginnen.

Übrigens haben sich die Kinder den Namen der Gruppe selbst ausgesucht: „Es gab viele verschiedene Vorschläge, die Kuhgruppe war auch ganz groß im Rennen, aber am Ende haben die Kinder zusammen für den Marienkäfer abgestimmt“, so Martini.

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