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Nun auch Automaten in Regional-Bahn 51

Deutsche Bahn

Seit dem 11. Dezember hat die Deutsche Bahn den Pendelverkehr zwischen Dortmund und Enschede von der Prignitzer Eisenbahn (PEG) übernommen. Fahrgäste hatten die PEG immer wieder kritisiert. Eine Stichprobe zeigt: Es ist besser geworden - etwas.

SELM

von Von Nico Drimecker

, 21.12.2011
Nun auch Automaten in Regional-Bahn 51

Die Deutsche Bahn hat die Prignitzer Eisenbahn (PEG) auf der Strecke Dortmund-Enschede abgelöst. Nun gibt es in den Zügen auch Ticketautomaten.

„Bevor man Bahn und PEG vergleichen kann, müssen noch ein paar Wochen vergehen“, sagt der Selmer Josef Rupertz. Der 53-Jährige ist drei- bis fünfmal in der Woche zwischen Selm und Lünen unterwegs. Pünktlich sei die Deutsche Bahn bisher stets gewesen. Jedoch seien die Toiletten in der Prignitzer sauberer gewesen. Dagegen weiß Norman Janssen von Toiletten zu erzählen, die in der PEG übergelaufen seien. „Dann stand das Wasser im ganzen Waggon verteilt.“ Für den Dortmund-Selm-Pendler ergibt sich ein anderer Vorteil: Als Besitzer eines VRR-Tickets, das nur bis Lünen gilt, habe er für die Strecke Lünen-Selm nicht bereits in Dortmund ein Ticket kaufen können. Die einzige offizielle Lösung: In Lünen aussteigen. In den Zügen der Deutschen Bahn gibt es Ticketautomaten. „Jetzt kann ich mir im Zug ein Viererticket kaufen und es in Lünen entwerten“, sagt Norman Janssen. Nur muss dazu der Automat auch eingeschaltet sein – was er auf unserer Testfahrt nicht ist.

Es mag ein Einzelfall sein. Immerhin versichert ein Sprecher der Bahn: „Wenn der Automat im Zug kaputt ist, blüht dem Fahrgast kein Strafgeld.“ Schließlich könne der Kontrolleur prüfen, ob das Gerät defekt ist. Die Schwestern Daniela und Sabine Brocks fahren täglich von Dülmen nach Dortmund. Die 20 und 21 Jahre alten Studentinnen können kaum Kritik üben. „Bisher kam die Bahn immer pünktlich“, sagt die jüngere Daniela. „Wie es im Winter wird, weiß man jetzt natürlich noch nicht. Die Prignitzer kam dann immer eine Viertelstunde zu spät.“ Für ältere Menschen, sagt Sabine, könne das Aussteigen gefährlich sein. Die ausfahrende Stufe ist deutlich schmaler - beim Ein- und Aussteigen an den Selmer Bahnhöfen, die nicht barrierefrei sind (wir berichteten), besonders prekär. „Ansonsten hoffe ich nur, dass es morgens weiterhin zwei Waggons gibt“, sagt Sabine Brocks. Soll es, versichert der Bahnsprecher. „Zu Hauptverkehrszeiten fahren zwischen Dortmund und Coesfeld zwei Wagen.“ So könnten die Fahrgäste zufrieden bleiben, wenn die RB 51 sauber und pünktlich ist, und das nicht nur im Einzelfall.

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