Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Sauerstoffmangel tötete Fische in der Funne

Keine Schadstoffe eingeleitet

Auf einer Strecke von zwei Kilometern haben Mitarbeiter des städtischen Bauhofs gestern in der Bauerschaft Ondrup tote Fische aus der Funne gesammelt. Betroffen sind Fische auf einem Teilstück zwischen der Brücke Wörrenberg und dem Hof Spinne.

SELM

von Von Malte Bock

, 12.08.2010
Sauerstoffmangel tötete Fische in der Funne

Jürgen Suttrup, Mitarbeiter des Bauhofs, sammelt die toten Fische in der Funne ein.

Dieses Teilstück haben Jürgen Suttrup und Klaus Steinkühler vom städtischen Bauhof von Tierkadavern befreit. Beide zeigten sich überrascht von der Menge der Fische, die sie einsammeln mussten.

200 Kleinfische, zumeist Gründlinge, und auch zahlreiche Döbel sowie weitere Fische von beträchtlicher Größe fischten sie mittels eines Keschers aus dem Bach. Die Menge der toten Fische schätzte Wilhelm Formann, Leiter des Bauhofs, auf rund 30 Kilogramm Gewicht. Die Gewässerschutzbeauftragte der Stadt, Brigitte Scholz, habe sich in dieser Angelegenheit mit der Unteren Wasserbehörde in Verbindung gesetzt. Als Grund für die hohe Zahl der leblosen Tiere, die auf der Wasseroberfläche treiben, gehe man von einem Prozess der Sauerstoffreduzierung aus. Dieser könne durch niedrigen Wasserstand nach langer Trockenheit entstehen. Je wärmer Gewässer werden, desto weniger Sauerstoff kann das Wasser aufnehmen. Auch Zuflüsse aus den Wegeseitengräben, die in die Funne führen, könnten nach starken Regenfällen, die einer Trockenperiode folgten, schlechte Ablagerungen beinhalten, die zufließen. Eine Verunreinigung des Wassers durch Außenstehende liege jedoch nicht vor.

Das Wasser sei zwar getrübt, eine Fehleinleitung könne aber ausgeschlossen werden. „Das ist uns besonders wichtig“, betont Susanne Wilke weiter. Die Stadt Selm werde das Gewässer nun verstärkt kontrollieren, um bei einem erneuten Vorfall weitere Untersuchungen vorzunehmen. 

Lesen Sie jetzt