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Schließung von Kneipe Alt Bork: Mittagstisch bleibt

Traditionsgaststätte

Das Aus für die Gaststätte Alt Bork ist besiegelt. Es deutet jedenfalls alles darauf hin, dass es in der Traditionsgaststätte an der Hauptstraße nach Jahresende nicht weiter gehen wird. Ein Nachfolger für Betreiberin Andrea Repovs konnte nicht gefunden werden. Doch eines bleibt: der Mittagstisch.

BORK

, 04.10.2016

Die Entscheidung ist gefallen. Für eine Gastronomie an der Hauptstraße 25 gibt es keine Zukunft. Dort werden Wohnungen entstehen. Werner Wetekamp, der das Haus in Borks Mitte gekauft hat, hat diese Nachricht nun verkündet. „Es wurde jetzt beschlossen, dass der Betrieb der Gaststätte am 31. Dezember 2016 eingestellt wird“, schreibt Wetekamp in einer Pressemitteilung.

Zur Vorgeschichte: Andrea Repovs, Eigentümerin von Alt Bork, hatte im Juli bekannt gegeben, ihre Gaststätte nicht weiter führen zu wollen. Mit dem Selmer Werner Wetekamp hatte sie einen Käufer für das Objekt gefunden. Ungewiss war zunächst geblieben, ob neben den von Wetekamp geplanten Wohnungen auch Platz für den Betrieb einer Gastronomie in dem Gebäude bleiben würde.

Bewerber für die Gaststätte sprangen ab

„Zwei Bewerber für die Gaststätte waren am Ende noch im Rennen“, schreibt Werner Wetekamp dazu. Einer habe von seiner Bank kein Geld bekommen. Und einer habe ein anderes Projekt übernommen (eine Eishockey-Halle im Ruhrgebiet) und somit vom Projekt Alt Bork Abstand genommen. Auch auf einen Aufruf unserer Redaktion haben sich keine weiteren Interessenten gemeldet.

Die Zapfhähne bei Alt Bork werden also zum Jahresende hochgestellt, mit den guten Gerichten aus der Küche wird Schluss sein. Vereine und Stammkunden müssen sich einen anderen Treffpunkt suchen. „Die Kegelklubs haben schon zum Teil Kegelbahnen in der Umgebung finden können“, berichtet Werner Wetekamp.

Und was für Andrea Repovs ganz wichtig ist: der Mittagstisch wird erhalten bleiben. „Das war mir eine Herzensangelegenheit, dass wenigstens die Senioren weiter beliefert werden“, sagt Andrea Repovs auf Anfrage unserer Redaktion.

Firma aus der Umgebung übernimmt Mittagstisch

Eine Firma aus der näheren Umgebung werde den Mittagstisch übernehmen. Den Namen wollte die Wirtin zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht nennen. Zudem gebe es mit dem Unternehmen auch Verhandlungen zur Übernahme der Mitarbeiter aus der Küche. Entsprechende Absichtserklärungen seien bereits unterschrieben.

Nach der Umstellung des Mittagstisches liefe dann „alles weiter wie bisher“, sagt Repovs. Sie soll schon ab Mitte Dezember starten. Somit seien schon einmal ihre älteren Kunden beruhigt. Denn: „Hier hat das Telefon in der letzten Zeit nicht stillgestanden“, beschreibt die 52-Jährige die Wochen, nachdem die Schließung bekannt geworden war.

Wohnungen werden entstehen

„Andrea Repovs kümmert sich auch darum, dass die neue Nutzung des Standortes als Wohngebäude mit Leben gefüllt wird“, teilt wiederum Werner Wetekamp mit. Bei ihr könnten sich jetzt sowohl Kauf- als auch Mietinteressenten melden, die in Zukunft im Zentrum von Bork wohnen möchten.

Es werden kleinere, barrierefreie Wohnung im Erdgeschoss entstehen, aber auch Wohnungen mit größerer Quadratmeterzahl für Familien. Eine komplette Neuinstallation des Gebäudes sei dafür notwendig. Im Hinterhof sind zudem Terrassen geplant.

Zum Stand der Dinge sagt Werner Wetekamp, der auch schon das Restaurant und Hotel Knipping in Selm erworben, und in Wohnungen umfunktioniert hat: „Die Gespräche mit dem Bauamt der Stadt laufen. Wer sich früh meldet, kann seine Wohnung selber definieren."

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