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Schock über Todesfall: Lüner starb nach Probetraining mit Triathlon-Verein

Ternscher See

Ein 58-jähriger Mann aus Lünen ist am Mittwochabend am Ternscher See ums Leben gekommen. Der Verein, mit dem er unterwegs war, steht unter Schock.

Selm

, 23.08.2018
Schock über Todesfall: Lüner starb nach Probetraining mit Triathlon-Verein

Am Ternscher See ereignete sich ein tragischer Unfall. © Theo Wolters

Der 58-jährige Mann aus Lünen hatte an mehreren Trainings mit dem Selmer Triathlon-Verein Tri Team teilgenommen. „Er war kein Vereinsmitglied, er hatte nur an einem Probetraining teilgenommen“, sagt Vera Howanietz von der Polizei Unna. Zum Ende des Trainings habe der Mann einen kürzeren Weg zurück zum Ufer genommen, während die anderen Teilnehmer des Schwimmtrainings den längeren Weg gewählt hätten.

Als sie den Mann dann nach ihrer Rückkehr an Land suchten, konnte der 58-Jährige nur noch leblos aus dem Wasser geborgen werden. Reanimationsmaßnahmen von Mitgliedern des Tri Teams und Rettungskräften seien aber erfolglos verlaufen. Die Polizei geht laut derzeitigen Ermittlungen von einem Unfall aus.

„Wir sind geschockt, das ist mit Sicherheit keine alltägliche Situation für uns als Verein“, sagt der Vorsitzende Andreas Kuhn gegenüber unserer Redaktion. Der Verein sei aktuell dabei sich ein genaues Bild des Vorfalls zu machen, da nicht alle Mitglieder – wie auch Kuhn selbst – dabei waren. Zudem suche der Verein den Kontakt zu den Angehörigen des Verstorbenen, um ihnen sein Beileid auszusprechen.

Gefahren des Ternscher Sees

Andreas Jeske, Pressewart bei der DLRG Ortsgruppe in Selm hatte die Saison am Ternscher See bisher eigentlich als harmlos erlebt. „Den Wachberichten zufolge war es eher ruhig, obwohl viele Schwimmgäste da waren“, sagt Jeske. Die Berichte, die er und seine Kollegen von der DLRG gefertigt haben zeigten demnach Einsätze wegen Insektenstichen und Schnittverletzungen, die durch Glasscherben entstanden sein, aber kritische Situationen habe es bislang nicht gegeben.

Dennoch weist Jeske nochmals auf die Gefahren des Ternscher Sees hin. „Es ist ein mehr oder weniger natürliches Gewässer“, so Jeske. Daraus ergeben sich Temperaturunterschiede innerhalb des Wassers, Wassertrübungen und auch Vegetation am Ufer, die zum Problem werden könnten.

Problematisch könnte auch sein, wenn man sich selbst, über und den See unterschätze. „Man denkt halt, der Ternscher See ist nicht so groß“, so Jeske. Aber ob man 300 Meter quer durch den See schwimme, oder diese Strecke im Schwimmbad zurücklege, wo man sich immer wieder am Beckenrand abstoßen könne, das sei schon ein erheblicher Unterschied. Zudem rät er grundsätzlich davon ab, alleine schwimmen zu gehen.

In diesem Sommer ist es in NRW bereits zu mehreren Badeunfällen gekommen. Ebenfalls am Mittwochabend verunglückte ein Mann aus Werne tödlich, der in Bergkamen von einer Spundwand in den Datteln-Hamm-Kanal gesprungen und nicht wieder aufgetaucht war.Zwei Zeugen die den Mann flüchtig kannten, waren noch hinterhergesprungen und hatten versucht, dem Mann zu helfen, konnten ihn aber noch helfen. Profitaucher bargen den Mann dann eine halbe Stunden später tot aus dem Wasser. Der letzte große Unfall im Ternscher See ereignete sich im Juli 2016, als ein älterer Mann beim Schwimmen im See einen Herzinfarkt erlitt.

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