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Schülergenossenschaft entwickelt Produkte für Selm

Selmer Gymnasium

Die Stadt mit ihren Produkten zusammenbringen, das ist es, was die Schülergenossenschaft des Selmer Gymnasiums mit ihren Projekten verfolgt. Es geht aber auch um politisches Engagement.

Selm

, 10.09.2018
Schülergenossenschaft entwickelt Produkte für Selm

Einige Schüler der Selmer Schülergenossenschaft mit ihren Baumwolltaschen. Sie sind nur ein kleiner Bestandteil ihres Sortiments.Geschwinder © Sabine Geschwinder

Fairtrade-Jutebeutel mit der Skyline von Bork, Selm und Cappenberg, kleine Buttons auf denen „I love Selm“ (oder auch Bork) steht oder auch eigens hergestellte Haut- und Handcremes. Das sind nur einige der Produkte, die die Schülergenossenschaft des Selmer Gymnasiums seit ihrer Gründung im Jahr 2012 kreiert und in Zusammenarbeit mit Selmer Unternehmen hergestellt hat.

Selmer Orte zusammenbringen

Verkauft werden die Produkte – die allesamt wirklich sehr detailverliebt und mit schönem Design daherkommen – auf dem Adventsmarkt, auf dem Stadtfest oder auf der Homepage der Schülergenossen (www.schuelergenossen-selm.de). „Unser Ziel ist das aktive Lernen in der AG und das Einen der Stadt Selm“, sagt zum Beispiel Schüler Linus Bülskämper, der einer der ältesten der 16 AG-Mitglieder ist. Mit ihren Produkten möchten die Schülerinnen und Schüler laut eigenen Aussagen die lokalen Unternehmen unterstützen, Kontakte knüpfen, die Stadt repräsentieren und dafür sorgen, dass die Stadtteile einen stärkeren Zusammenhalt spüren.

„Der Nachteil in Selm ist vielleicht, dass es bisher keine echte Mitte gibt“, sagt Lehrer Florian Mersch, so gebe es vielleicht manchmal weniger ein Gefühl des Zusammenhalts, aber das sei ja gerade im Begriff, sich zu ändern. „Die Stadt ist offen für solche Produkte“, sagt Lehrer Florian Mersch, Selm habe viele Highlights zu bieten, die man vielleicht nicht auf den ersten Blick sehe – genau die wollen die Schüler sichtbar machen.

Das Geld, was die Schüler mit ihren Aktionen verdienen, fließt dann wiederrum in die Refinanzierung neuer Projekte.

Ein Zeichen setzen

Die Ausnahme ist ein Projekt, was sie die Schüler im vergangenen Jahr ausgedacht haben: kleine Bändchen für das Handgelenk, auf denen der Schriftzug „Colorful“ steht. Die Bänder sollen ein Statement gegen Rassismus setzen. Verkauft werden sie gegen eine Spende, das Geld wiederrum kommt dem Asylkreis zu Gute. „Weil wir als Genossenschaft auch eine politische Aufgabe haben“, erläutert Florian Mersch.

Die Idee sei nach der Bundestagswahl entstanden, als die AfD so ein starkes Ergebnis erzielt habe, führt Linus Bülskämper weiter aus. Ein weiteres Produkt, das zur Nachhaltigkeit in der Gesellschaft beitragen und direkt in Selm wirken soll, haben sich die Schüler auch schon vorgenommen: „Wir planen in der Schulcaféteria einwegfreie Becher zu produzieren“, sagt Florian Mersch. So verfügt vielleicht bald jeder Schüler und jede Schülerin des Selmer Gymnasiums über einen eigenen wiederbenutzbaren Trinkbecher.

Aus Fehlern lernen

Übrigens habe es bisher nur ein Produkt der Schülergenossenschaft gegeben, das dauerhaft nicht für besonders viel Absatz gesorgt hat. Eine graue Jogginghose mit dem Schriftzug Selm. Die war mal von einer Abiturklasse vorgeschlagen worden. Dauerhaft hatte sie aber nur wenig Nachfrage erzielt. „Aber man lernt aus seinen Fehlern“, sagt Mersch.

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