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Selmer Weltenbummlerin wieder daheim

SELM Sie ist wieder hier, in ihrem Revier: Die "Weltenbummlerin" Sophia Pötter ist von ihrer fünfmonatigen Reise mit dem internationalen Bildungsprogramm "Up with people" zurückgekehrt und hat viel zu erzählen.

von Von Malte Bock

, 26.12.2007

Die 22-jährige Selmerin zeigte sich noch ganz überwältig von ihren Erlebnissen. Sechs Länder in fünf Monaten hat sie durchreist und dabei unzählige Eindrücke gesammelt. Am 7. Juli war sie zu einer "Fahrt ins Ungewisse" gestartet. "Bevor ich losgefahren bin, wusste ich noch gar nicht, wo es hingeht", erzählte die Studentin der Sonderpädagogik. Die weitere Reiseroute erfuhr sie erst während ihres ersten Aufenthaltes in Denver (USA).

Jede Woche an einem anderen Ort

Wer aber an einen erholsamen fünfmonatigen Urlaub denkt, der irrt. Verankert innerhalb des Bildungsprogramms "Up with people" ist zwar die Begegnung mit vielen Menschen aus den verschiedensten Ländern sowie das Kennenlernen der Aufenthaltsorte, aber es beinhaltet auch die Begleitung sozialer Projekte sowie die Aufführung einer eigenen Unterhaltungsshow, die eine harte Vorbereitung einforderte. "Aufstehen", hieß es daher täglich um sechs Uhr in der Früh. "Es war schon anstrengend, hat aber auch sehr viel Spaß gemacht", so Sophia.

Zudem führte die Reise frei nach dem "Up with people"-Motto jede Woche in eine andere Stadt. Und das mit 68 Mitreisenden aus 18 Ländern. Auf der Route lagen Metropolen, wie Helsinki, New York, Antwerpen, Washington oder Boston, aber auch Provinzen wie Woonsocket (USA), Sodertalje oder Vimmerby (Schweden), die Heimat von Astrid Lindgren.

Kurzvisite im eigenen Land

Zwei Aufenthalte in Deutschland, in Erfurt und Uelzen, führten Sophia sogar in ihr Heimatland. "Das war schon komisch, so nah an zuhause", erzählte die 22-Jährige. Dort erhielt sie auch Besuch von ihren Eltern und ihrer Schwester. In Uelzen hatten die "Bildungsreisenden" die Aufgabe, die Nachmittagsbetreuung an einer Schule zu übernehmen. Besonders beeindruckt zeigte sich die Selmerin jedoch von einem sozialen Projekt in Phuket (Thailand). Dort wurde die Organisation "Habitat for humanity" unterstützt, die den Armen beim Bau von Eigenheimen hilft.

Häuser bauen in Phuket

Die Studenten übernahmen dabei die Erstellung des Fundamentes. Eine Erfahrung, die Sophia bisher noch nicht gemacht hatte. "Aber meine Wand war gerade", erzählte sie stolz. Die Verständigung in Thailand sei aber nur mit Händen und Füßen möglich gewesen, erinnerte sich Sophia. Landschaftlich begeistert hat sie dagegen die Natur in Schweden und Finnland.

Ihre Rückkehr beschrieb sie nun mit einem lachenden und einem weinenden Auge: "Die Leute fehlen einem schon, doch bin ich auch glücklich wieder zuhause zu sein."

Dennoch wäre sie gerne zwei Monate länger geblieben. Mit einem spontanen "Ja" antwortete sie daher auch auf die Frage, ob sie alles nochmal so machen würde, wie erlebt. "Doch", bemerkte sie nüchtern, "man soll immer aufhören, wenn es am Schönsten ist."

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