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Selmer besaß brutale kinderpornographische Filme

Amtsgericht Lünen

SELM/LÜNEN Ein 29-jähriger Selmer musste sich wegen Verbreitung und Besitzes pornographischer Kinderbilder vor dem Amtsgericht in Lünen verantworten. Bei einer Hausdurchsuchung im März 2009 wurden auf seinem Laptop 1000 Filme und 1267 Bilder mit eindeutigen, zum Teil brutalen Szenen gefunden.

von Von Heinrich Höckmann

, 06.08.2010
Selmer besaß brutale kinderpornographische Filme

Der Richter betonte, dass die Darsteller deutlich unter 14 Jahre alt waren. Schon bei der Durchsuchung hatte der Angeklagte alle Vorwürfe gestanden.

Als der Richter den Angeklagten nach den Gründen fragte, sagte der Angeklagte, er sei über sich selbst erschrocken. Zunächst habe er sich nur legale Pornos angesehen und sei dann auf die Kinderpornoseiten gestoßen. Auf einer Internet-Tauschbörse habe er die Filme und Bilder heruntergeladen. Der Angeklagte hatte wegen der Anklage sein Pädagogik-Studium abgebrochen, das er bereits 14 Semester studiert hatte. Auch seine Tätigkeit bei den Pfadfindern hat er beendet. In seinem Plädoyer machte der Staatsanwalt die Dimensionen klar. 1000 Filme bedeuten 1000 Schicksale, 1000 Misshandlungen, denn keines der Kinder habe freiwillig mitgemacht.

Das Urteil lautete auf ein Jahr Gefängnis ausgesetzt auf zwei Jahre Bewährung und eine Geldstrafe von 1200 Euro an die Kinderhilfsorganisation Terre des Hommes. In seiner Urteilsbegründung sagte der Richter, dass der Angeklagte so gar nicht dem typischen Täterbild entspreche. Der Angeklagte sei einsichtig und reuig. Er habe sich selbst reflektiert und persönliche Konsequenzen gezogen. Mit auf den Weg gab er ihm, sich einer Therapie zu unterziehen. Aufgeflogen war der Selmer durch das Bundeskriminalamt, das Aktivitäten in der pädophilen Szene überwacht.

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