Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

So kann das Bürgerfreibad auch weiterhin bestehen

Zukunft des Freibads in Selm

Bis 2022 hat die Stadt Selm Zuschüssen für das Freibad zugesagt. Damit es weitergehen kann, müssen aber nach Ansicht der Betreibergesellschaft müssen aber erst die Voraussetzungen dafür geschaffen werden.

Selm

, 16.03.2018
So kann das Bürgerfreibad auch weiterhin bestehen

Theo Wolters, Redakteur

Der Zuschussvertrag mit der Stadt Selm für das Bürgerfreibad läuft noch bis 2022. Doch möchte der Förderverein schon jetzt über die Zukunft reden, hat einen Zukunftsplan aufgestellt. Engagierte Bürger gründeten im November 2008 einen Förderverein zur Rettung des Freibads. Die Lösung war die Gründung der gemeinnützigen GmbH Bürgerfreibad Selm. Im März 2013. Die Stadt Selm sagte für zehn Jahre einen jährlichen Zuschuss in Höhe von 75.000 Euro bis einschließlich der Badesaison 2022 zu.

„Das Bürgerfreibad ist eine Erfolgsgeschichte geworden,“ so der Geschäftsführer Markus Jungeilges, der den Mitgliedern des Fördervereins am Donnerstag im Gasthaus Suer den Zukunftsplan vorstellte. Ziel sei es aber, das Freibad auch nach dem Jahr 2022 zu betreiben. Den Zukunftsplan haben die Fraktionsvorsitzenden und Bürgermeister Mario Löhr erhalten. Markus Jungeilges: „Die Zahlen sind zurzeit recht ordentlich, doch müssen wir schon jetzt an die kommenden Jahre denken.“ Aus Sicht der Betreibergesellschaft sollte zeitnah durch Politik, Verwaltung und dem Förderverein mit seinen 420 Mitgliedern eine gemeinsame Lösung für die Zukunft nach dem Jahr 2022 erarbeitet werden.

Investitionsbedarf


Wie Markus Jungeilges erklärte, müsse in den nächsten Jahren investiert werden. Man habe den aufgestauten Investionsbedarf analysiert. Daraus ergebe sich ein Gesamtinvestitionsbedarf in Höhe von 300.000 Euro für die nächsten zehn Jahre. Jungeilges: „Eine weitere Zurückstellung zumindest der zwingend notwendigsten Investitionen ist zukünftig aber nicht mehr möglich.“ Dies gelte vor allem vor dem Hintergrund der gesetzlichen Anforderungen für den sicheren Betrieb des Freibads. „Insbesondere in Bezug auf die überalterte Chlorgasanlage und Wasseraufbereitungsanlage sind Maßnahmen notwendig.

Jungeilges: „Die laufenden Kosten haben wir stabilisiert.“ Dies sei durch viele technische, strukturelle und wirtschaftliche Maßnahmen, Spenden und den Einsatz vieler ehrenamtlicher Helfer gelungen. Stolz könne man auf einen Kostendeckungsgrad durch den Verkauf von Eintrittskarten von rund 30 Prozent sein. Neben der Investitionstätigkeit müsse man, so Jungeilges, in den nächsten Jahren auch mit steigenden Kosten rechnen. „Dies können wir nicht mehr aus den laufenden Einnahmen und dem Zuschussbetrag decken.“

Als Lösungsansatz kommt nach seiner Ansicht eine dynamische Gestaltung des bisherigen jährlichen Zuschusses und die Bereitstellung eines zeitlich beschränkten Investitionszuschusses für die nächsten zehn Jahre in Betracht. Ziel sei es, die Besucherzahlen auf dem derzeitigen Niveau von im Schnitt 13.200 Besuchern pro Saison zu stabilisieren. „Die Kostendeckung durch die Eintrittsgelder soll auf über 20 Prozent gehalten werden.“

Saisonstart am 18. Mai


Bürgermeister Mario Löhr sagte dem Förderverein zu, man werde auf jeden Fall den Zuschussvertrag bis 2022 einhalten. Löhr: „Unser Ziel muss es sein, auch nach 2022 Wasserflächen in Selm anbieten zu können.“ Anke Karch, stellvertretende Vorsitzende, teilte einige Termine mit: Frühjahrsputz am 21. und 28. April; Wandertreff am 1. Mai; Saisoneröffnung am 18. Mai; Abendschwimmen am 18. Juli; Spiel und Spaß im August und Hundeschwimmen zum Saisonabschluss am 16. September.

Lesen Sie jetzt